• 13.07.2024

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COL (7) - Palomino (2)

colquads

» Artikel vom

Gastautor: Pancho

Ein junger Mann von Tour Aventura Palomino ist da. Beim Bierchen besprechen wir etwaige Ausflüge. Ich möchte Quad fahren. Es gibt eine Tour am Strand und eine zu Eingeborene. Die Eingeborenen können sie behalten. Kenne ich schon. Irgendeine dämliche Tourishow und am Ende soll man irgendeinen Schnickschnack kaufen. Ich möchte an den Strand. „Ja, versteht er, das könne er aber nicht garantieren. Der Strand sei zwar endlos lang, man komme aber nur über Hotels mit Quad durch.“ Ich erinnere mich an den öffentlichen Zugang zum Strand in Palomino. Keine Chance, da mit dem Quad durchzukommen. „Es hätte in der Vergangenheit Probleme gegeben. Wir müssten ’ne ganze Strecke auf der Strasse fahren und kommen nur rein, wenn die richtige Aufsicht Dienst hat“. Nee, das machen wir nicht. Frage, ob er was anderes hat, ich hätte gerne Offroad. Er hätte da eine Idee. Gebongt, machen wir. Noch die süsse COL Maus gefragt, ob sie schon mal Quad gefahren wäre und ein eigenes möchte. „Ja, hätte sie und sie möchte ein eigenes Quad.“ Alles klar, ich buche für den nächsten Tag. Wir besprechen noch zwei weitere Ausflüge, die mache ich aber vom morgigen Quad-Ausflug abhängig, sage das aber natürlich nicht. Es ist immer sinnvoll mehr in Aussicht zu stellen, dann geben sie sich mehr Mühe.

Den Tag verbringen wir am Strand. Das Wetter ist traumhaft, das Meer noch mehr. Es gibt kleine Pavillons mit sehr bequemen Liegen. Wir toben im Meer und ich ersaufe fast, als eine Welle ihr Oberteil verschiebt und ich mich an ihren Brüsten zu schaffen mache und mich die nächste Welle völlig abgelenkt trifft. Wir fragen nach Kokosnüssen. „Ja, hätten sie, nur ist keiner da, der sie öffnen kann.“ Ich kommentiere es nicht und lasse mir die Laune nicht nehmen. Gut, dann eben Mojitos. Bis zum Abend bleiben wir am Strand.

Beim Abendessen probiere ich das nächste Gericht. Fischfilet. Sie bestellt eine Suppe mit Meeresfrüchten. Meine Fischfilets sind frittiert, dazu etwas Reis. Trocken und fad. Das war also der Tagesfang. Ihre Suppe ist nicht besser. Völlig überwürzt. Zwei Margaritas beim Plantschen im Whirlpool – wir sind mal wieder alleine – trösten über das Essen hinweg.

Am nächsten Tag werden wir mit zwei Mopeds abgeholt und zum Tour-Veranstalter gebracht. Es geht familiär zu. Kleines Büro mit Sofa. Etliche Kinder tummeln sich darauf, springen aber zur Seite, als wir eintreten. Sie hätten gerne Bares, akzeptieren aber die Kreditkarte. Gebucht hatten wir zwei grosse Quads. Die, die sie für zwei Personen anbieten. Los geht’s. Ähm, nein, ein Quad springt nicht an. In Sekunden stehen vier Experten, zerlegen das Ding und versuchen es zu starten. Ich schaue mir das in Ruhe an und muss innerlich lachen. Auf den Quads prangt noch der Aufkleber vom Hersteller, dass die Quads nur für eine Person gedacht sind. Die lockere MEX/LATAM Sicht auf die Dinge wird noch deutlicher, als sie den Sitz herunternehmen. Keine einzige Sicherung ist mehr vorhanden. Kaputte Leitungen sind mit dünnen Drähten notdürftig verbunden. Die Startversuche werden damit gemacht, mit einem Schlüssel irgendwas zu überbrücken. Allen Anstrengungen zum Trotz, die Kiste startet nicht.

Sie hätte noch ein kleineres Quad da, ob das ok wäre. „Bringt mal her, dann sehen wir weiter“. Ich verliebe mich spontan in dem kleineren Quad. Er hat Fussschaltung und mehr PS. Sofort ist klar, dass wir den nehmen und, dass er mir gehört. Die süsse COL Maus bekommt den Grösseren mit Automatik und ist sichtlich erleichtert. Wir werden mit den Mopeds zum Startpunkt gebracht, zwei Typen bringen die Quads. Aus versicherungstechnischen Gründen dürfen wir nicht auf der Strasse fahren. Die Quads sind da und es geht los. Sofort ist klar: Die süsse COL Maus ist noch niemals selbst Quad gefahren. Der junge Mann, nennen wir ihn Juan, fährt mit dem Moped voraus. Die süsse COL Maus will als letzte fahren. „Null, Du fährst hinter ihm und ich mache das Schlusslicht“. Sie will zu Gegenrede ansetzen, lässt es aber. Gut so.

Wir fahren los. Es ist noch eine betonierte Strecke. Sie fährt unsicher und im Schneckentempo. Ich fahre mit Abstand dahinter, fahre extreme Schlangenlinien und lote die Grenzen meines Quad aus. Das Ding macht echt Laune. Die betonierte Strecke hört auf. Mächtige Schlaglöcher tun sich auf. Mit Wasser und Schlamm gefüllt. „Yes!“, denke ich mir. Jetzt fängt der Spass an. Die süsse COL Maus fährt zielsicher in das erste grosse Schlagloch und bleibt stecken. Juan will schon helfen, ich winke ab, lasse die süsse COL Maus absteigen und jage das Quad aus dem Schlammloch. Herrlich. Gut, dass wir jetzt schon Schlammbedeckt sind – hab’s ordentlich spritzen lassen –, das Thema von ihr „Ich möchte meine Schuhe nicht schmutzig machen“ ist damit erledigt.

Mit jedem Meter, den wir fahren, wird sie sicherer und schneller. Ich tobe mich derweil aus und habe endlos Spass. Die Strecke ist wirklich gut. Wir durchqueren mehrere Flüsse und es geht durch wunderschöne Natur. Einfach nur Fun. Genau so hatte ich mir das vorgestellt. Wir kommen an ein kleines Haus. Kinder spielen am Fluss, die Hausdame verkauft uns Softdrinks, wir plaudern nett und weiter geht’s. Am Ende sind wir rund 4h unterwegs gewesen. Die Tour war mit 2h angegeben. Wir werden mit den Mopeds direkt zum Hotel gefahren. Natürlich erhält Juan ein dickes Trinkgeld. Wir verabreden uns für den nächsten Ausflug am nächsten Tag.

Im Hotel essen wir zu Abend. Das nächste Fail.

Als die süsse COL Maus duscht, gehe ich unter dem Vorwand Cocktails holen zu wollen runter unter spreche mit der Rezeptionsdame. Wir reden über das romantische Abendessen und ich habe den Eindruck, dass sie verstanden hat. Ob sie Hummer besorgen können, frage ich. Sie holt die Küchenchefin her. „Mit Dir würde ich gerne ein paar Takte reden, das Essen ist bestenfalls mittelmässig“, denke ich mir, sage aber natürlich nichts. Ich will ja was von denen, gebe mich also von meiner nettesten Seite. Frisch und gross sollen die Hummer sein. „Die? Nicht nur einen?“ fragt die Küchenchefin? „Ich hätte gerne zwei“, antworte ich. Sie telefoniert mit Don Irgendwas, der Master of Fisch. „Ja, geht klar“. Bespreche mit ihr, wie ich mir die Zubereitung vorstelle. Nach den bisherigen Gerichten dort überlasse ich nichts dem Zufall. Gehe mit der Rezeptionsdame zurück und frage nach Champagner. Sie kriegt grosse Augen, fragt, ob ich der süssen COL Maus einen Antrag machen werde. „Langsam, nein, ich möchte nur ein wunderschönes Abendessen“. Champagner haben sie nicht, die drei Sektsorten, die sie da haben, kenne ich nicht, machen aber keinen guten Eindruck. Planänderung: Als Aperitif wird es Cocktails geben. Suche noch einen Wein aus, fertig.

Mit den Cocktails bewaffnet, gehe ich zurück ins Zimmer. Sie wundert sich, dass ich länger weg war. „Ja, bin mit der Dame ins Quatschen gekommen“. Wenn sie was ahnt, dann lässt sie sich es nicht anmerken.

Das Quad fahren hat sich bemerkbar gemacht. Es tut alles weh, also gibt es gegenseitige Massagen mit Eincremen, die natürlich in Sex enden.

Der folgende Absatz ist Supafly gewidmet ;)

Sie fragt mitten drin, ob ich es nicht mag in ihr kommen. „Na ja, in Berlin und danach hast Du ja nicht verhütet“. „Stimmt, aber das mache ich ja jetzt. Du hast mich doch zur Spritze begleitet“ (per Videocall), sagt sie. Das stimmt. Diesmal mache ich keinen Coitus interruptus, sondern ballere voll rein.

Das Frühstück am nächsten Morgen ist wie gehabt. Danach werden wir von Juan und einem anderen Typen mit Mopeds abgeholt und zur Zentrale gebracht. Wir werden freudig begrüsst, Bezahlung geht schnell und ab geht’s. Per Moped eine ganze Strecke zu den Wasserfällen „Quebrada Valencia“. Handtücher, Sonnencreme und Moskito-Mittel nehmen wir mit. Zu Trinken und zu Essen nichts. Bin davon ausgegangen, dass es das dort geben wird. Nein, gibt es nicht. Juan sagt, gegenüber gäbe es einen Laden. Gehen hin, der hat aber zu. Also fahren Juan und ich zum nächsten Dorf. Es wird eine Odyssee, weil die einzelnen Geschäfte immer nur eines der Dinge haben, die ich haben möchte. Wir brauchen also etliche Läden, bis wir alles zusammen haben. Natürlich viel zu viel. Nehme Juan mit in die Läden mit und sage ihm, er solle für sich und seinen Kollegen auch was mitnehmen. Es ist überfordert, nimmt zwei Miniflaschen Wasser mit. Sage ihm, er solle nicht albern sein. Endlich fasst er Mut und nimmt ein paar Sachen. Immer noch sowas von Bescheiden. Wir halten noch bei einem Bäcker an, wo ich gefüllte Brötchen für alle kaufe. Derweil meldet sich die süsse COL Maus, wo wir bleiben.

Wir sind zurück, die Tour startet. Juan und sein Begleiter nehmen uns alles ab und tragen es den ganzen Weg. Es geht rund eine halbe Stunde durch exotische Natur. Sehr beeindruckend. Pflanzen und Blumen, die ich noch nie gesehen habe. Es geht durch ein Flussbett hindurch, bis wir an den Wasserfall kommen. Auf dem Weg dorthin wildes Affengeschrei. Der Wasserfall hat mehrere Ebenen. Juan meint, es lohne sich zur nächsten Ebene zu gehen, der Aufstieg sei aber etwas mühsam. Wir machen es und kämpfen uns hoch. Belohnt werden wir mit einem natürlichen Pool am Fuss des Wasserfalls. Wunderschön. Das Beste daran: ausser uns ist nur ein Pärchen da. Ich hatte die Sorge, hunderte Besucher vorzufinden. Das Wasser ist angenehm kühl. Nach den Strapazen bei gefühlter 100 % Luftfeuchtigkeit ein Traum.

Wir bleiben stundenlang dort. Juan und der sein Begleiter fassen mehr Vertrauen. Wir reden und lachen viel, essen/trinken fast alles auf, was ich gekauft hatte. Irgendwann sind wir durch, ab nach Hause. Sie bringen uns zum Hotel zurück. Auch dieser Ausflug hat deutlich länger gedauert, als ausgeschrieben. Es gibt wieder ordentlich Trinkgeld und wir verabreden uns für den morgigen Tag für den Reitausflug. Juan hat eine Idee, wo wir hingehen.

Nach dem Duschen und etwas ausruhen geht’s zum Abendessen. Das nächste Gericht ausprobiert, der nächste Fail.

Morgen wird ein schöner Tag. Wir haben den Reitausflug auf den Nachmittag gelegt, um die Nachmittagssonne mitzunehmen. Morgen soll auch das Abendessen am Strand stattfinden. Perfekt. Das gibt die volle Romantik-Dröhnung. Ich freue mich darauf.



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