• 18.04.2024

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Der nette Peter, Teil II

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» Artikel vom

Gastautor: Joe Lück

Eines Tages macht Peter eine Entdeckung, die sein Leben verändern wird. Beim Aufräumen fällt sein Auge auf Jessicas Tagebuch, dass diese wohl vergessen hat wegzuschliessen. Es ist ganz altertümlich aus Papier. Peter respektiert natürlich die Privatsphäre von Jessica. Aber dann ist die Neugier zu gross und mit schlechtem Gewissen öffnet er das Buch und beginnt zu lesen. Er möchte wissen, was sie über ihn schreibt. Sicher liebt sie ihn auch so sehr, wie er sie. Schliesslich gibt er sich ja sehr viel Mühe, ihr zu gefallen und ihr alles recht zu machen.
Zu seinem grossen Erstaunen ist es kein richtiges Tagebuch, sondern detaillierte Aufzeichnungen über Jessicas Liebesleben. Da ist alles aufgeschrieben. Datum, Name des Mannes (sofern bekannt), welche Praktiken ausgeführt wurden, die Performance und sogar die Penisgrösse des Partners sind detailliert aufgeführt. Peter bekommt fast keine Luft mehr, bei dem, was er alles lesen muss. Jessica hat wohl schon seit der Pubertät ein reges Sexualleben. Seite um Seite sind gefüllt mit Affären, ONS und F+ und was sie alles da gemacht hat! Sachen, die Peter nicht mal aus den wenigen Pornofilmen kannte, die er gesehen hat und bei denen ihm ganz schwindlig wird. Alle Körperöffnungen wurden penetriert, teilweise von mehreren Männern gleichzeitig. Seite um Seite immer neue Männernamen und es nimmt kein Ende. Irgendwann fällt Peter auf, dass die Datumsangaben bis gestern reichten! Jessica hat ihn die ganze Zeit betrogen. Peter wird schlecht und er muss sich erst einmal übergeben. Warum macht sie so etwas? Warum muss sie sich fremden Männern hingeben, wo er doch da ist? Und er ist doch so zärtlich und einfühlsam zu ihr. Während die anderen Männer sie nur ausnutzen und Jessica nur für ihre triebige Geilheit benutzten. Bestimmt hat eine schwere Traumatisierung in ihrer Kindheit seine arme Jessica dazu getrieben. Ja, das muss es sein. Und wenn es Jessica so schlecht geht, dass sie so etwas machen muss, dann wird sie Peter in Zukunft noch mehr unterstützen und ihr beiseite stehen.

Peter traut sich natürlich nicht, das Thema bei Jessica anzusprechen. Im Gegenteil, er lässt durch nichts erkennen, dass es das Tagebuch gelesen hat. Aber jetzt beginnt ihm einiges aufzufallen. Fast jedes Mal, wenn Jessica weggeht, kommt sie anders zurück. Mal ist die Frisur zerstört, mal fehlt ein Stück Unterwäsche, oft riecht sie nach Sex und Körperflüssigkeiten. Peter lässt sich nichts anmerken. Und Peter bekommt weiterhin keinen Sex.

Irgendwann erlangt Peter wieder einmal Zugriff auf das Tagebuch. Und dieses Mal wird er ziemlich erregt, während er die sexuellen Eskapaden von Jessica liest. Er beginnt zu masturbieren und stellt sich vor, er wäre an der Stelle der Liebhaber. Nachdem er einen ziemlich starken Orgasmus hatte, beschliesst er das Tagebuch zu kopieren.

Von da an masturbiert er fast täglich zu den kopierten Tagebucheinträgen. Am Anfang stellt er sich vor, er wäre der Liebhaber. Aber dann schleicht sich eine Änderung ein und er stellt sich vor, wie Jessica mit den anderen Männern Sex hat und er masturbierend zuschaut. Das erregt ihn ungemein und macht ihn so geil, dass er jedes Mal schon nach kurzer Zeit abspritzt.

Irgendwann nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und spricht Jessica an. Nach einigem herumdrucksen rückt er mit seinem Wunsch raus: Er möchte gerne zusehen, wie Jessica mit einem andern Mann Sex hat. Natürlich merkt Peter nicht, dass er damit unbewusst seine Sexualstrategie geändert hat und damit insgeheim hofft, auch wieder etwas Sex abzubekommen. Jessica überlegt nicht lange und willigt ein. Sie war es eh leid, immer zu ihren Liebhabern zu fahren. Einfacher wäre es, wenn die in Zukunft zu ihr kommen könnten.

Schnell ist ein dritter und ein Termin gefunden. Jessica hat ja eine grosse Auswahl an Männern. Peter ist schon ganz aufgeregt. Es klingelt. Er macht die Türe auf und bittet den Herrn, nennen wir ihn Karl D., hinein. Jessica liegt schon in verführerischer Unterwäsche im Bett. Peter setzt sich auf den Stuhl vor dem Ehebett. Was jetzt passiert, erstaunt ihn sehr. Jessica geht sofort in die Vollen und beginnt mit einem feuchten, saftigen Blowjob. Und dann wird auch schon hart gevögelt. Karl nimmt sie richtig ran. Das kennt Peter nur von den Anfangszeiten mit ihm. Trotzdem macht ihn das ganze geil und er fragt schüchtern, ob er sich auch befriedigen dürfte. Jessica blafft nur: „Mach, was du willst“. Also holt Peter seinen Schwanz aus der Hose und wichst, während er zuschaut, wie seine Freundin von einem Fremden hart durchgenommen wird.

Das ganze wiederholt sich sehr oft und jedes Mal schaut Peter masturbierend zu. Doch langsam steigert sich das ganze. Immer öfter reicht nicht mehr ein Mann, nein es müssen gleich zwei sein, die Jessica gleichzeitig in alle Körperöffnungen beglücken. Die nächste Stufe ist dann, dass Peter Jessica lecken muss, nachdem sie durchgevögelt wurde. Nachdem sich das bei den Männern herumgesprochen hat, achten sie darauf, nicht mehr in, sondern auf die Muschi abzuspritzen. So dass Peter jetzt das Sperma der Liebhaber von Jessicas Muschi lecken muss. Nach Blowjobs wird er jetzt regelmäßig gesnowballed und muss die ganze Ladung schlucken. Die nächste Stufe ist dann, dass Peter keusch gehalten wird. Es muss einen Peniskäfig tragen und darf nicht mehr masturbieren. Und als Krönung zwingt ihn Jessica, die Typen auch oral zu befriedigen. Bis zum Schluss. Auch das macht Peter. Für seine Jessica. So richtig geil findet er das schon lange nicht mehr. Und ausser Jessicas Muschi sauberzulecken hat er bis jetzt auch nichts abbekommen.

Peter ist schon längst ins Gästezimmer ausquartiert worden. Damit die Liebhaber im gemeinsamen Bett übernachten können. Auch das nimmt Peter hin. Zuschauen darf er nur noch selten. Die meiste Zeit findet der Sex ohne ihn statt. Irgendwann beginnen die Typen ihn dann am Morgen anzuraunzen, das Frühstück vorzubereiten. Kaffee, schwarz. Drei Eier, weichgekocht, gebratenen Speck, usw. Jessica redet kaum noch mit ihm. Wenn, dann sind es Arbeitsanweisungen oder Beleidigungen, was für ein Schlappschwanz er ist. Peter ist zwar stinksauer, aber er liebt seine Jessica noch immer über alles und eine Trennung kommt für ihn nicht infrage. Um sie nicht noch weiter zu verärgern, widerspricht er nie und arbeitet noch härter, um ihr zu gefallen.

Aber das nützt alles nichts. Eines Tages verkündet ihm Jessica, dass sie ihn nicht mehr sehen will und er sofort aus ihrer Wohnung verschwinden soll. Und er soll ja nicht mit den Unterhaltszahlungen in Verzug geraten, sonst würde sie ihm das Leben zur Hölle machen. Und der Rummelplatztyp, der sie gerade durchgenommen hat, sieht ihn mit einem warnenden Blick an.

Peter verlässt schnell die Wohnung. Bei seinen Eltern kann er kurzfristig unterkommen, die Einliegerwohnung ist leider vermietet. Aber Peter findet bald eine kleine 1-Zimmer-Wohnung, die er mit billigen Secondhand-Möbeln ausstattet. Den grössten Teil seines Einkommens überweist er an Jessica, da bleibt ihm nicht viel übrig. Seine Nahrungsmittel muss er jetzt beim Discounter kaufen. Trotzdem trauert er Jessica hinterher. Er stellt sich vor, wie sie irgendwann bemerkt, was für ein netter Kerl er ist und zu ihm zurückkommt. Und er würde ihr verzeihen. Ja, das würde er. Und sie würden wieder vereint, glücklich bis an ihr Lebensende zusammen sein.

Aber das passiert natürlich nie.

Peter lebt einige Zeit auf niedrigstem Niveau vor sich hin und träumt Jessica hinterher. Doch eines Tages sollte etwas passieren, was sein Leben auf den Kopf stellen wird. Beim Surfen im WWW klickt Peter eines Tages aus Versehen auf einen Link in seinen Suchergebnissen. Und landet bei einem sogenannten Männermagazin. Die dort vorhandenen Artikel klingen sehr reisserisch und neugierig beginnt er zu lesen. Nach den ersten Artikeln hört er aber angewidert wieder auf. Nur Frauenhass ist dort zu finden. Das die Regierung da nichts dagegen unternimmt. Unglaublich!
Doch es zieht ihn immer wieder magisch auf diese Seite und mit einer Mischung aus Sensationsgier und Ekel liest er immer mehr. Und irgendwann beginnt er sich in etlichen der Artikel und Kommentare wiederzuerkennen. So langsam keimt bei ihm der Verdacht, dass er von Jessica nur ausgenutzt wurde. Erst wehrt er sich noch gegen diese Erkenntnis, aber die Gewissheit wird immer stärker und die Offensichtlichkeit des Ganzen wird immer klarer. Peter stösst auch auf einige höchst interessante Kanäle auf einer grossen Videoplattform. Dort wird er mit ihm völlig neuen Begriffen wie MGTOW, Red Pill, Maskulinität usw. konfrontiert. In seinem Kopf dreht sich alles von den vielen neuen Informationen, die teilweise auch mit wissenschaftlichen Studien untermauert werden. So langsam beginnt sich bei Peter etwas zu verändern.
Als Erstes stellt er die Zahlungen an Jessica kommentarlos ein und blockiert sie auf allen Kanälen. Sie sind ja nicht verheiratet und Kinder haben sie auch keine.

Er stellt seine Ernährung auf Paleo um und besucht regelmäßig ein Fitness-Studio. Er lässt sich einen vernünftigen Haarschnitt verpassen und kleidet sich komplett neu ein. Als Nächstes ist eine neue, adäquate Wohnung dran. Von Frauen hat er erst einmal genug. Ihm ist klar, dass er erstmal durch die Red Pill Rage durchmuss.
Also sucht er sich erstmal ein neues Hobby, bei dem man auch andere Menschen trifft und übt dort seine vernachlässigte Sozialkompetenz. Langsam, Stück für Stück, arbeitet er sich aus seinem Loch hoch. Irgendwann geht er dann mit seinen neuen Freunden auch Abends aus und amüsiert sich da sogar köstlich. Von Frauen hält er erstmal Abstand, aber der Zorn verfliegt nach einigen Monaten. Ihm ist klar geworden, dass die Frauen nur ihrem genetischen Programm folgen, wenn man sie lässt. Ihm sind Frauen jetzt ziemlich egal. Nicht dass er keine Lust auf Sex mit einer Frau hätte, aber das Kosten-Nutzen Verhältnis passt für einfach nicht.
Zu seinem grossen Erstaunen, beginnen sich aber immer mehr Frauen für ihn zu interessieren. Je weniger er sich für sie interessiert, desto mehr rennen sie ihm hinterher.
Und so kommt es, dass Peter ab und an mal nachts eine junge Frau mit nach Hause nimmt und mit ihr viel Spass hat. Am nächsten Morgen muss sie aber immer ihre Sachen zusammenpacken und gehen. Obwohl viele wie selbstverständlich davon ausgehen, dass sie nach einer Nacht mit Peter zusammen währen. Selbstverständlich nimmt Peter nur Frauen mit, die einige Jahre jünger sind als er.

Da ihm das auf die Dauer zu gefährlich wird und dazu ein paar der älteren Frauen offen von ihrem Kinderwunsch erzählten, lässt sich Peter vasektomieren. Was aber nur Peter weiss.
Peters Selbstbewusstsein wächst, was sich auch positiv in seiner Berufskarriere widerspiegelt.

Jessica Leben hingegen nimmt keine gute Wendung. Nachdem Peter die Zahlungen eingestellt hat, muss Jessica die schöne Wohnung kündigen. Sie zieht wieder in das Kinderzimmer in ihrem Elternhaus.

Da Jessica zeit ihres Lebens viel gefeiert, getrunken und geraucht hat, ist sie vorzeitig gealtert. Das ganze Junkfood war dem Erhalt der Jugendlichkeit auch nicht förderlich. Das kann auch die ganze Schminke nicht übertünchen. Jessica fühlt sich aber immer noch jung und ihre Ansprüche an Männer sind immer noch genauso hoch wie früher. Leider haben sich die Ansprüche der Männer auch nicht verändert. Die stehen nämlich immer noch auf junges Frischfleisch und so interessiert sich immer seltener ein Mann für Jessica.
Um die Einsamkeit zu mildern, schafft sie sich eine Katze an. Diese wird aber nie richtig stubenrein und so haftet Jessica bald ein latenter Geruch von Katzenpisse an. Jessica landet irgendwann auf dem Blog einer bekannten Speakerin und Wellenmacherin und fühlt sich sofort angesprochen. Dort steht ganz genau beschrieben, wie ungerecht und benachteiligend das System für Frauen ist. Jessica ist ab sofort Feministin und setzt sich für mehr Frauenrechte ein.
Veganerin wird sie auch, aber nur nach Aussen hin. Wenn es niemand sieht, isst sie weiterhin Rindfleisch, Burger und Salamipizza. Ausserdem beginnt sie eine Vorliebe für Eierlikör, morgens um 10 im Bademantel auf dem Balkon, zu entwickeln.

An einem warmen sonnigen Frühlingstag kommt Peter frisch geduscht und gut gelaunt aus dem Fitness-Studio. Er beschliesst noch ein wenig am Flussufer zu spazieren, bevor er seine Mittagspause beendet. Zu gleichen Zeit kommt ihm eine abgehalfterte alte Frau entgegen. Die Frau ist nicht mehr gut zu Fuss und offensichtlich leicht angetrunken. Der Duft von Katzenurin und Eierlikör umgibt sie. Wohlwollend macht er einen Schritt zur Seite, um sie nicht berühren zu müssen. Da trifft es ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel! Es ist Jessica. Sie hat ihn nicht wiedererkannt, so sehr hat er sich verändert. Er selbst hätte sie auch fast nicht erkannt. Sie hat stark abgebaut und sich gehen lassen. „Da geht ja nicht mal mehr der Hund ran“ fällt ihm das Zitat eines grossen Philosophen ein. Froh, nicht erkannt worden zu sein, geht er grinsend weiter.
Ende.

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