• 03.07.2022

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Der freie Mann und Tinder: Ein Experiment

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» Artikel vom

Gastautor: Uwe

Einleitung

Einem Kumpel und mir war über die Weihnachtstage langweilig. Also haben wir ein wissenschaftliches Tinder-Experiment gestartet. Vorweg: Alle Profile sind wieder gelöscht, es ist niemand zu Schaden gekommen.

Wir haben drei Profile angelegt und sie eine Woche laufen lassen. Das ist den Profilen angegebene Alter war immer Mitte 30. Laut zu überprüfender Hypothese sind A und B (beide männlich) somit in ihrer Prime, C (weiblich) hingegen hat nur noch einen geringen sexuellen Marktwert.

A (Alpha): Alpha-Chad mit Bildern aus einer kanadischen Modelldatei. Bärtig, kantiges Gesicht, Muskeln. Eine 10 von 10.

B (Beta): Mein Kumpel. Durchschnittliches Aussehen. Akademiker. Sehr guter Beruf. Hohes Einkommen. 180 groß, schlank, dunkelhaarig. Ich würde schätzen 7.5 von 10.

C (Caren): Durchschnittsfrau mit Bildern aus einem Supermarkt-Prospekt. Nicht schlank, Kinderwunsch. 5 von 10.

Ergebnis (auf 7 Tage bezogen)

A: Mehr als 300 Matches. Frauen meldeten sich von sich aus, selbst 0 von 10 und 1 von 10 gaben ein Like und wollten schnell daten. Keine Fake-profile, reale Frauen aller Altersklassen, sogar Ü50!

B: Weniger als fünf Matches. Kaum Kommunikation, geschweige denn ein Date.

C: Über 1.000 Matches! Ständig neue Nachrichten von Männern, welche alles versprachen für ein Treffen.

Einer der traurigen Höhepunkte war eine fette, unansehnliche 1 von 10 die sowohl A als auch B gematcht hat. B wurde vertröstet sie sei aktuell nicht in der „Stimmung“ für ein Telefonat. Gleichzeitig wurde A angeboten zu telefonieren oder gleich zu treffen - egal wann und wo. Überraschend war auch, wieviel Frauen Nacktfotos von sich auf dem Handy parat haben und diese nach kurzer Zeit an den unbekannten Alpha-Chad schicken um ihn heiß auf sich zu machen.

Fazit

Die Gesellschaft und der Datingmarkt sind am Ende. Viele Frauen suchen ernsthaft auf Tinder den Mr. Right fürs Leben. Die Frauen kennen aber ihren Marktwert nicht. Alle wollen die Top 4% der Männer. Es geht nur ums Aussehen. „Innere“ Werte, Bildung, usw. sind den Frauen egal. Alle wollen den Alpha-Chad, egal ob es die 20-jährige auf der Schwanzkarusselfahrt, die 30-jährige für die Familiengründung oder die Ü40-Postwall-Alleinerziehende ist. 80% der verfügbaren Männer werden von vorneherein aussortiert. Von den restlichen 20% werden nochmal 80% aussortiert. Einer der 4% übrig gebliebenen darf dann ran – zumindest in den Vorstellungen der Frauen. Pareto-Prinzip im Quadrat. Ob es bei anderen Plattformen wo sich die Elite trifft oder geparshippt wird genauso ist – keine Ahnung. Auf einen weiteren Test habe ich keine Lust.

Online-Dating, insbesondere auf Tinder, lohnt sich nach diesen Erkenntnissen nur für 2 Gruppen:

1) Männliche Alpha-Chads (Top 5% aller Männer): Sie können hier problemlos und ohne viel Aufwand massenhaft Frauen rekrutieren, sei es für ONS, Freundschaft plus oder um sich ein Rotationssystem aufzubauen. Die von den Frauen sehnlichst gewünschten romantischen Langzeit-Beziehungen müssen und werden sie keine eingehen, höchstens in sehr seltenen Ausnahmefällen.

2) Unattraktive und ältere Frauen, insbesondere Alleinerziehende (unter 6 von 10): Sie bekommen hunderte von Likes von durstigen Männern, die alles für ein bisschen Aufmerksamkeit geben. Einladungen zum Essen, leckere Drinks, Konzertkarten, Geschenke – alles ist möglich von diesen Männern. Leider entsprechen diese Männer allerdings nicht den Standards dieser Frauen und die Ansprüche steigen durch die nie versiegende Aufmerksamkeit ins Unermessliche.

Die Frauen generell scheinen einerseits nicht zu verstehen, dass es mathematisch nicht möglich ist, dass für jede von ihnen einer der 5% Alpha-Chads für eine exklusive Langzeitbeziehung zur Verfügung steht. Andererseits macht sich eine Art „Shopping-Mentalität“ breit, nach dem Motto: „Der Alpha ist ja im Tinder-Angebot also gönne ich mir ihn. Was soll ich mit einem langweiligen Normalo?“.

Die weibliche Hypergamie kann maximal ausgelebt werden. Diese Frauen werden allerdings von den auserwählten Alpha-Chads - wenn überhaupt - in der Regel lediglich sexuell benutzt und dann ausrangiert. Das könnte tiefe Spuren in ihrer Psyche hinterlassen. Ein trauriges Kapitel Dating-Geschichte.

Handlungsempfehlungen

Was bedeuteten die Ergebnisse konkret für uns, die 95% der Männer die nicht zu den Alpha-Chads gehören? Am besten ist ohne Zweifel der vollkommene Rückzug aus dem Datingmarkt. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Nach meinen Berechnungen müsste B aus dem Experiment ca. 10.000 Frauen liken um mit einer Frau die Chance auf eine Art „Beziehung“ zu bekommen, wobei er auf das Aussehen, Alter und Attraktivität dieser Frau keinen Einfluss hat. Vorher das Geschreibsel, Telefonate, Dates, Einladungen, kurzfristige Absagen, Shit-tests, Rückschläge, Ghosting. Sollten die körperlichen Bedürfnisse zu groß sein, ist es wesentlich effizienter und kostengünstiger käufliche Angebote zu nutzen.

Erwartungen an Frauen und das damit verbundene Dating sind im aktuellen Umfeld völlig unsinnig. Besser auf die eigene Karriere konzentrieren, Freundschaften pflegen, auf die Gesundheit achten, Geld sparen und irgendwann auswandern. Immer mehr Männer handeln so. 90% meiner Single-Freunde haben Datingaktivitäten völlig eingestellt und genießen ihre hohe Lebensqualität.

Mit Vorsicht zu genießen sind die Berichte von vielen Männern die angeblich ständig über Tinder die heißesten Mäuse abschleppen. Das ist rein statistisch sehr unwahrscheinlich und trifft bei 20 Männern auf maximal einen Mann zu. Das Offline-Dating wird ebenfalls massiv erschwert. Warum sollen Frauen offline flirten und Kompromisse eingehen, wenn in ihrem Handy täglich hunderte durstige Männer warten?

In einem Fall macht es dennoch Sinn sich als freier Mann beim online-Dating anzumelden. Im Falle einer Versorgungskrise! Als C haben wir mehrfach ohne jeglichen Hintergedanken geschrieben, dass wir Hunger haben und keine Lust das Abendessen zu kochen. Unzählige Männer wollten uns daraufhin entweder spontan zum Essen einladen oder per PayPal einen Lieferservice bezahlen. Also falls ihr mal hungrig oder in Corona-Quarantäne seid bzw. kein Geld oder Gold mehr habt, bevor ihr verhungert, legt euch ein weibliches Tinderprofil zu und lasst euch von durstigen Männern das Abendessen liefern!


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