• 06.12.2021

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Der echte Väterwiderstand

mutti

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Trennungen und Scheidungen, gefolgt von unzähligen Gerichtsprozessen, sind in Deutschland traurige Normalität. Es gibt zu viele Gesetze, zu viele geldgeile Rechtsanwälte und obendrein ist es Standard, dass die geschiedene Mutti das Kind dem Papi vorenthält. Gegen dieses System gibt es kaum ein wirksames Mittel.

Nun ist das Internet mit Beratungsangeboten vollgestopft. Es gibt jede Menge Berater und Beraterinnen, Väterwebseiten, Mütterwebseiten, also alles, was das Herz begehrt. Es versteht sich von selbst, dass die kostenpflichtigen Angebote die erfolgreichsten sind. Das war natürlich ein kleiner Witz, denn ohne grossartige Erfolgsversprechen würden diese Lügner natürlich pleitegehen. Es gibt kein Patentrezept gegen mütterliche Willkür, ausser dass Mutti von den Zwillingsreifen eines Nahverkehrsbusses zermalmt wird, aber das passiert höchst selten.

Die Trennung der Frau vom Mann oder umgekehrt ist eher die Regel als die Ausnahme. Der Stachel des familiären Versagens sitzt dabei sehr tief, oft mit der Folge von brennendem Hass und Rachegelüsten. Männer suchen sich vorzugsweise eine neue meist jüngere Frau, während die entsorgte Mutti niemand haben will. Deswegen haben diese Frauen Frust und könnten den Spiegel ankotzen, wenn sie ihr altes Gesicht darin sehen. Wir Männer natürlich auch, denn wer will schon eine abgegriffene alte Frau mit Kind haben? Kaum jemand. So gut kochen und vögeln kann keine Frau, dass Männer sich diesen Kostenapparat ans Bein binden. Nein danke. So einfach ist die Formel.

Die meisten Männer wollen auch nach der Trennung gute Väter sein, doch geraten sie dabei häufig in einen sinnlosen Kampf gegen die Mutti. Die Muttis argumentieren ziemlich simpel. Sie behaupten einfach, dass Papi sich überhaupt nicht ums Kind kümmert. Wenn die Lügenfassade irgendwann bröckelt und klar wird, dass Mutti dem Vater das Kind entzogen hat, dann wird argumentiert, dass Papi ja hätte kämpfen können. Das ist alles gequirlte Kacke. So dumm kann kein Mann sein, diesen Unsinn mitzumachen.

Selbst die redlichen und anständigen Väterrechtler nehmen eine recht skurrile Position ein. Ich bin immer wieder ihren Angriffen ausgesetzt, weil ich ganz offen für den Weg des Nichtstuns plädiere und das hat einen glasklaren Grund. Wenn Mutti nicht will, dann hilft auch kein Gericht. Sie kann jede Menge Anschuldigungen erfinden, um den Papi zu entsorgen. Und wenn die Gerichte nicht feststellen können, was wahr oder unwahr ist, dann beauftragen sie Gutachter, um die Wahrheit herauszufinden. Das dauert manchmal Jahre und dann ist sowieso alles zu spät. Das einst kleine süße Kind ist groß und will Papi schlichtweg nicht mehr sehen. Das ist normal, denn Papi war schließlich nie da.

Mir ist es auch so ergangen. Meine liebe Freundin ist mit unserer gemeinsamen Tochter ausgezogen. Natürlich hätte ich kämpfen können, doch wenn eine Frau solche Hürden aufbaut, dann braucht man den Kampf erst gar nicht antreten. Sollte ich etwa jedes Wochenende vom Schwarzwald nach Hamburg fahren, um meine Tochter ein paar Stunden zu sehen? Fahrtkosten, Hotel, Verpflegung, das sind neben den Strapazen echte Kosten, die ich neben dem Unterhalt an Ex und Kind hätte aufbringen müssen. Dazu reichte mein Geld schlichtweg nicht. Alternativ hätte ich nach Hamburg umziehen können. Ja, das wäre möglich gewesen. Man muss sich aber vorstellen, dass eine Dame, die auf Hartz-IV lebt, meine berufliche Karriere indirekt bestimmt oder gar versaut. Und dieses Verhalten darf ich obendrein noch mit Unterhalt belohnen. Niemals. Zudem hätte der Umzug den Kindesumgang auch nicht garantiert.

Das Verhalten meiner liebsten Freundin war unbegründet. Es war einfach nur Rache, nicht mehr und nicht weniger. Nein, dieses Spiel spiele ich nicht mit und die Familienrichterin habe ich so verstanden, dass ich in eine kleine Wohnung ziehen muss, damit ich noch mehr Unterhalt zahlen kann. Nur sagte die Familienrichterin nicht, dass sich diese kleine Wohnung innerhalb Deutschlands befinden sollte. In Thailand fand ich die passende Wohnung und vor allem meine Ruhe. Das war eine sehr gute Entscheidung und sie hat mich geprägt. In noch so ausweglosen Situationen versuche ich eine Lösung zu finden. Bisher klappte das ganz gut und ich hoffe, dass es so bleiben wird.

Die Väterwiderständler und Väterrechtler wollen einfach geltendes Recht nicht verstehen und beschäftigen immer wieder die Gerichte. Sie selbst befinden sich im freien Fall. Es klingt wie das letzte Aufgebot, wenn Väterrechtler Blacklisten von besonders gemeinen Familienrichterinnen und Jugendamtstrullas veröffentlichen. Das ist billige Rache und wütendes Nachtreten. Ich verstehe diese Väterrechtler durchaus, aber ich halte ihren Weg für sinnlos.

Das Männermagazin ist diesen Väterwiderständlern ein Dorn im Auge, weil wir den Vätern die Sinnlosigkeit ihres Kampfes ums Kind deutlich mache und sie sich dann aus dem Spiel verabschieden. Damit gewinnen die Mütter und bekommen sogar Recht. Na und? Wen interessiert das? Ist es nicht besser, sich sofort und konsequent von allem zu trennen? Das ist doch genau das, was sich Mutti und ihre Helfer wünschen. Der Alte soll verschwinden, damit Mutti und die Kinder im neuen Lebensabschnitt ihre Ruhe haben. Gibt es einen besseren Moment, sich sein eigenes neues Leben aufzubauen? Natürlich ist es für viele Väter anfangs unvorstellbar, einfach loszulassen. Doch die Alternative, der Kampf um seine Väterrechte, führt in eine Sackgasse. Oftmals landen die Kämpfer am Ende gesundheitlich und finanziell ruiniert auf der untersten Stufe der Nahrungskette.

Ohne Papi geht es dem Kind doch nicht schlecht. Es ist weder verstorben, noch muss es auf der Strasse in bitterer Armut leben. Nein, das Kind lebt bei Mutti und ist gemäss gängiger Rechtsprechung und landläufiger Meinung ihr persönliches Eigentum. Das zu sehen und zu verstehen ist nicht so schwer.

Ich habe nichts gegen die Väterwiderständler und Väterrechtler. Wenn sie unbedingt kämpfen wollen, dann sollen sie das tun. Ich schlage meine Birne jedenfalls nicht 30 Mal gegen die Wand, um mich danach über meine Kopfschmerzen zu wundern. Das weiß ich schließlich vorher.

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