• 15.01.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Wir leben in einer verrückten Welt

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Wer in den letzten Wochen beim Frühstück die Nachrichten schaute, dem wurde es morgens schon schlecht. Das fängt mit den Flüchtlingen an. Einerseits beklagen sich Politiker, dass sie die Flüchtlingswelle nicht in den Griff bekommen, weil die meisten Flüchtlinge wohl eher Wirtschaftsflüchtlinge sind und sich damit illegalen Zutritt in die Europäische Union verschaffen. Italien ertrinkt regelrecht in der Welle von Menschen aus Afrika. Es scheint kein Mittel dagegen zu geben. Andererseits werden diese illegalen Flüchtlinge mit Blümchen und einem Bussi vor den Fernsehkameras willkommen geheißen. Dann wieder möchte man die Flüchtlinge schon in Libyen aufhalten. Bei diesem Wirrwarr versteht niemand mehr, ob Deutschland nun Flüchtlinge aufnehmen möchte oder sie lieber fernhalten will. Sicherlich freuen sich die Hilfsorganisationen auf die neuen Kunden, denn die spülen frisches Geld in die klammen Kassen.

Und auch die Wirtschaft mischt hier mit. Flüchtlinge sollen schnellstmöglich integriert werden, damit die vielen offenen Stellen endlich besetzt werden. Bei diesen Sätzen kippt mir regelmäßig der heiße Kaffee auf meinem Schwanz. Flüchtlinge sollen sofort integriert werden? Und ich dachte immer, dass bei Flüchtlingen zuerst der Aufenthaltsstatus geklärt werden muss, ob es sich dabei um Asylanten oder gar um wirtschaftlich dringend benötigte Spezialisten handelt. Und sofort geht diese Klärung sicherlich nicht. Alleine die Anerkennung eines ausländischen Diploms oder einer Promotion dauert schon Monate. Die meisten ausländischen Hochschulabschlüsse werden eh nicht anerkannt. Kaum vorstellbar, dass ein Bauingenieur aus dem Sudan die Anerkennung seines Abschlusses in Deutschland erhält.

Richtig spannend finde ich das Argument, dass die Integration von Einwanderern in den USA so super klappt. Die USA sollen ein Vorbild für Deutschland sein. Wirklich? Anscheinend war niemand von den Politikern jemals im mittleren Westen der USA. Wer die Metropolen wie New York City außen vor lässt und die weniger bekannten Städte besucht, der stellt fest, dass fast die Hälfte der Amerikaner einen geringeren Lebensstandard haben, als ihn ein Bürger in der ehemaligen DDR hatte. Das ist kein Geheimnis und sogar offiziell bestätigt. Obendrein entmischt sich gerade die amerikanische Gesellschaft in ihre Einzelbestandteile. Die Villages sind sauber aufgeteilt. Nicht nur in arm und reich, sondern auch nach ethnischer Herkunft. Diese Entwicklung gibt es auch in Deutschland. In Köln und Berlin ist diese Entwicklung nicht mehr zu stoppen und mehr als offensichtlich. Dass die Integration bei uns nicht funktioniert, das interessiert in Wirklichkeit niemanden. So lange halbwegs Frieden herrscht, werden diese Zustände weiterhin geduldet.

Die ständigen Vorwürfe, dass die Deutschen ausländerfeindlich und antisemitisch seien, sind eine prima Keule, um den Kritikern das Maul zu stopfen. Kritik? Lieber nicht. Aufmucken? Bloß nicht, denn niemand will sich als Nazi beschimpfen lassen. Nach alter deutscher Sitte darf dem Staat nur Beifall geklatscht werden, aber nur so lange, bis er etwas anderes sagt. Einen kleinen Richtungswechsel versteht doch jeder Deutsche. Ein Befehl seitens der Politiker reicht dafür aus. Nebenbei ist das die offizielle Version, denn die eigene Meinung sagt sich der anständige deutsche Bürger nur in den eigenen vier Wänden. Niemand möchte geächtet werden.

Auch Griechenland reiht sich wunderbar in dieses politische Trauerspiel ein. Die Politiker beten jeden Tag in die Mikrofone der TV-Sender, dass Griechenland unter allen Umständen in der EU bleiben muss. Nun sind die Griechen nicht blöd und verstehen dies als Einladung zur Durchsetzung ihrer Forderungen. Sie sind darin sogar ziemlich gut. Die EU hängt quasi an der Leine der Griechen. Kein Wunder, dass sich die Griechen praktisch nicht bewegen müssen. Sie zieren sich wie die Jungfrau vor einem harten geilen Schwanz, der endlich einlochen will. Da können jede Menge Forderungen gestellt werden und möglicherweise bekommen die Griechen Narrenfreiheit. Völlig klar, dass die EU in jedem Fall der Sieger sein wird. So wird es dem Bürger verkauft. Die EU hat in Griechenland deutlich mehr als 300 Milliarden Euro gepumpt. Eine unvorstellbare Summe. Interessant sind dabei als Vergleich die Staatsschulden der ehemaligen DDR, die nicht mal 20 Milliarden Euro betrugen. Die DDR galt bei dieser Summe als bankrott und wurde abgewickelt, doch Griechenland wird weiter finanziert. Wenn Griechenland pleitegeht, dann gibt es jede Menge neue und ernsthafte Probleme. Das ist sicherlich der Grund, dass weiterhin Geld in das desaströse Griechenland fließen wird.

Und meine Kopfschmerzen am frühen Morgen nehmen einfach kein Ende. Da muss ich mir zwischen den frustrierenden Nachrichten auch noch die Werbung antun. Elitepartner, Singles mit Niveau. Mein Gott, was für ein Unsinn. Frauen mit Niveau? Das ist der Moment zum Gang auf die Toilette, um mir die Seele aus dem Leib zu scheissen. Wenigstens sehe ich danach im Spiegel ein angenehmes Gesicht. Ein echter Lichtblick und das Beste am Morgen. Nach dem Duschen gehe ich mit meinem Hund Gassi. Dabei geht es mir besser und ich frage mich dann oft, ob ich mir wirklich die Nachrichten antun soll oder besser einen Musikkanal einschalte. Ich weiß es nicht.

Bei allen schlechten Nachrichten, die wohl jeder inhaliert, hat man doch alles selbst in der Hand. Ist die Wohngegend nicht mehr schön, dann kann man umziehen. Ist der Job Scheiße, dann besorgt man sich eben einen Neuen. Man muss sich nicht aufregen, sondern selbst handeln. Es ist meistens klüger, sich nicht einer Gefahr zu stellen, sondern die vielen kleinen Tretminen zu umgehen. Das schont die Nerven und erhält die eigene Lebensqualität. Jeder kann viel für sich tun. Bildung ist ein erstklassiges Mittel, um seine Zukunft zu sichern. Wer diesen Zug verpasst, der hat verloren. Bildung und eine ordentliche Qualifikation werden immer gefragt sein. Selbst als alter Sack ist man damit für viele Arbeitgeber attraktiv. Nur der Dumme jammert, der Kluge klotzt.

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