• 15.01.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Freiheit durch effektives Zeitmanagement

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Die Zeit rennt und rennt. Und viele haben das Gefühl, einfach nicht genug davon zu haben und ständig gehetzt zu sein. Termindruck, neue Termine, Terminkonflikte und oft kommen noch unerwartete Dinge hinzu, wenn eine Kollegin krank macht und deren Arbeit auch noch erledigt werden muss. Klar sind Schnupfen und irgendwelche Blutungen unangenehm, aber krank ist nur, wer im Krankenhaus liegt. Alles andere ist für mich Blaumachen oder Urlaub.

Ein effektives Zeitmanagement ist heute unverzichtbar. Für mich ist das an sich kein Problem, weil ich aus einer effektiven und wohl durchdachten Planwirtschaft komme. Und wer gut planen kann, der hat auch genügend Freiräume. Mein Motto: Erst denken und dann handeln. Blinder Aktionismus bringt es einfach nicht und erzeugt nichts außer Stress, Ohrenbluten und am Ende einen Burnout. Dann ist alles im Arsch.

Mein eigenes Zeitmanagement ist ganz einfach. Alle privaten und geschäftlichen Emails laufen in Googlemail zusammen. In einem Account. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen liegen die Emails nicht auf dem Rechner, wo nach einem Crash ohne funktionierende Datensicherung alles weg sein kann. Zum anderen gibt es eine Benachrichtigung, wenn eine unbekannte IP sich im Google-Account einloggen will. Zudem macht es sich prima, bei einer Hausdurchsuchung mal ganz fix am Handy das Passwort zu ändern. Ich habe es schon tun müssen und war damit erfolgreich. Das dauerte keine 30 Sekunden. Klar können jetzt die ewigen Kritiker sagen, dass die NSA und die amerikanischen Geheimdienste alles mitlesen können. Ja, das mag stimmen, aber mir ist es lieber, dass die Amerikaner mitlesen anstatt die deutschen Behörden in einem mehr oder weniger rechtsstaatlichen Verfahren. Der Unterschied liegt eben darin, dass es den Amerikanern wurscht ist, was ich mache, aber den deutschen Behörden nicht.

Bei Google gibt es fette 15 GB Speicherplatz und niemand bietet für 0,- € einen besseren Service. Richtig geil ist der Kalender von Google. Eigentlich ist die Bedienung des Kalenders nicht optimal, aber sexy wird er mit einem kleinen Hilfsprogramm. Ich verwende EssentialPIM und das kostet 20 USD pro Jahr. Klingt vielleicht viel, aber diese Software ist genial. Ich habe sie auf jedem Rechner installiert, den ich benutze. Durch das Google-Konto werden alle Rechner und das Blackberry automatisch synchronisiert. Egal wo ich einen Termin eingebe, ich habe immer und überall den Überblick und ohne diesen Kalender mache ich nichts. Jeden Termin trage ich ein und sehe sofort mögliche Überschneidungen. Wichtige Fristen, private Termine, einfach alles kommt da rein. So vergesse ich nichts und mein Zeitmanagement hat sich deutlich verbessert. Ich kann meine Arbeit besser bündeln, vergesse keine wichtigen Fristen und kann jederzeit exakte Terminauskunft geben. Auch hier mögen die Zweifler Bedenken bei der Datensicherheit haben, aber mein Kalender ist schließlich nicht die Bank von England. Damit kann niemand was anfangen.

Die Synchronisation mit einem Blackberry ist simpel. Selbst wenn mein Handy gestohlen wird und ich ein neues Blackberry einrichten muss, dann dauert es gerade mal 5 Minuten, bis ich wieder alle Programme und Daten auf dem neuen Gerät habe. Ob Android oder Apple das auch kann, weiß ich nicht. Das Apple ist sowieso ein Weibersmartphone oder eben für verweichlichte Männer, lila Pudel, Lutscher und Warmduscher. Sei es drum. Der Mann von Klasse arbeitet nur mit einem Blackberry. Da gibt es keine Alternative.

Ein gestresster Mann hat nicht zu viel Arbeit, sondern seine Zeit nicht im Griff. So einfach ist die Formel. Die Gewöhnung an eine Softwarelösung dauert nur wenige Tage. Wenn ich einen neuen Termin in mein Blackberry eintrage, dann erscheint der innerhalb weniger Sekunden auf allen Rechnern, die ich nutze. Grundlage ist die Vernetzung mit Google. Ein Google-Account hat zudem den Vorteil, Spam Emails spielend leicht wegzudrücken und das dauerhaft.

Mein guter Kontakt bei der Kriminalpolizei sagte mir, dass man Daten von Google nur sehr schwer bekommt, eigentlich überhaupt nicht. Das funktioniert nur, wenn es sich um Staatsfeinde größeren Kalibers handelt. Kleine Lichter wie ich fallen durch das Raster und Anfragen werden von Google schlichtweg nicht beantwortet. Da gucken die Sicherheitsbehörden meist in die Röhre. Nun mögen deutsche Emailprovider mit ihrem Datenschutz prahlen, aber der ist nichts wert. Ruckzuck kann die Kripo sich einen Gerichtsbeschluss holen und ganz genüsslich alle Daten absaugen. Da sind der deutsche Datenschutz und die deutsche Rechtssicherheit für den Arsch.

Wer seine Zeit im Griff hat und sich die nötige Freizeit zur Erholung gönnt, der mag vielleicht viel Arbeit haben, aber von Stress dürfte er meilenweit entfernt sein. Stress ist eh ein Begriff für leistungsschwache und überforderte Menschen. Manche steigen im Job so lange auf, bis sie in der eigenen Unfähigkeit angelangt sind und dann die Anforderungen nicht mehr erfüllen können. Lieber eine Etage tiefer und da als genial gelten, als eine Stufe höher einen Versager abzugeben.

Gestresste Männer suchen oft Hilfe bei Therapeuten, um sich besser in den Griff zu bekommen. Solche Maßnahmen helfen nur begrenzt. Wer sich selbst nicht im Griff hat, der wird es auch nicht durch andere schaffen. Da muss der Job gewechselt werden. Eine andere Chance gibt es nicht. Es gehört zur eigenen Ehrlichkeit sich einzugestehen, wenn ein Job die persönlichen Leistungsgrenzen überschreitet.

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