• 15.01.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Mösenduft liegt in der Luft

hintern

» Artikel vom

Ja, mein Vokabular ist manchmal recht derb und weder gegendert, noch politisch korrekt. Das liegt keineswegs daran, dass ich Frauen nicht respektieren würde. Ok, das war jetzt ein wenig übertrieben, denn Frauen bewerte ich wie die meisten Männer rein nach ihrem Aussehen. Schließlich trage ich eine große Brille, damit ich jedes Detail visuell checken kann. Erst heute Morgen wurde ich etwas unruhig. So ein junges Ding kreuzte meinen Weg, als ich vom Gassi mit meiner Hündin zurückkehrte. Jung, schön griffig und ein enges Höschen an. Da musste ich mich glatt umdrehen, nachdem sie an mir vorbei schwebte. Ein runder Hintern spricht mich immer an, schliesslich bin ich im besten Alter. Erst mit 80 werden Männer etwas ruhiger, wenn eine Erektion nicht mehr spritzt, sondern gemächlich schäumt wie eine fast leere Sahnesprühdose. Sei es drum.

Zurück zu meinem Vokabular. Männer sprechen nun mal so und mein Wortschatz ist nicht etwa aus der unteren Schublade. Selbst die großen gesellschaftlichen Denker und Lenker reden von Muschis, Analerotik oder ganz simpel vom Ficken. Das ist das Normalste der Welt. Männer sind halt so, egal aus welcher sozialen Schicht sie kommen. Und irgendwie gehen auch alle Männer zu Nutten. Natürlich wird kein Mann in Gegenwart einer Frau jemals zugeben, dass er sich wöchentlich von seiner Lieblingsnutte einen blasen lässt. Nein, niemals. Selbst die morgendliche Selbstbefriedigung bleibt ein gut gehütetes Geheimnis und meistens überlegen Männer übertrieben lange auf die Frage, wann sie denn das letzte Mal gewichst hätten. War es vor 26 oder vor 29 Jahren? Kein Mann kann sich daran genau erinnern, wenn eine Frau zugegen ist. Dabei ist der letzte Schuß auf den Bauch oder in die Dusche erst wenige Stunden her. Ja, so sind die Männer. Kleinere Lügen gehören zum Geschäft. Wichsen und Nutten sind nicht die beiden einzigen Lügen der Männer. Der Spritverbrauch des eigenen Autos gehört ebenso dazu, wie die Länge des Schwanzes. Männer können immer tolle Geschichten über ihren Schwanz erzählen. Damit bewegen sie sich durchaus auf dem Niveau von Politkern. Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen.

Und da sortieren sich viele Leser des Männermagazins ein. Die meisten Leser haben eine Freundin oder eine Ehefrau und hinzu gesellen sich die wachsamen und anständigen Kollegen. Diesen Männern fällt es sehr schwer, ein Like auf Facebook für das Männermagazin zu setzen, das alle Freunde und Bekannte sehen können. Da droht natürlich Ärger, wenn der vermeintlich liebe und brave Arbeitskollege sich als Fan vom Männermagazin outet. Ich habe dafür Verständnis, denn diesen Stress muss man sich wirklich nicht geben. Statt einem Like auf Facebook ist mir ein neuer heimlicher Leser viel lieber. Man muss nicht groß raten, wie eine Frau auf einen Mann reagiert, der das Männermagazin interessant findet oder sich sogar damit identifiziert. Die meisten Damen sind erbost und stellen einen zur Rede. Es seien nicht alle Frauen so, wie im Männermagazin beschrieben und sie selbst ist auf gar keinen Fall so. Es sind immer die anderen Frauen, aber sie selbst ist die Anständigste überhaupt. Wir Männer nicken artig, wohl wissend, dass sie natürlich wie die anderen Frauen eine hohle Birne hat. Was tut man nicht alles, um an die Muschi zu kommen. Da ertragen Männer fast alles.

Männer unter sich kennen keine Tabus. Wie lustig war es doch, als der halbe VW Vorstand vor einigen Jahren als Liebhaber von exotischen Nutten identifiziert wurde. Man hat sogar extra die brasilianische Lieblingsnutte einfliegen lassen. Für einen guten Fick ist einem Manager nichts zu teuer, besonders wenn die Firma zahlt.

Der Unterschied zwischen dem einfachen Mann und einem Manager liegt lediglich im Verrichtungsort. Während die einen sich für schmales Geld im Familienauto mit dem Kindersitz verwöhnen lassen müssen, gehen die etwas betuchteren Männer eben in Saunaclubs oder zu organisierten Privatpartys. Wie köstlich waren die Enthüllungen über Berlusconis Bunga Bunga Partys oder über den ehemaligen IWF-Chef Strauss-Kahn. Der hat nun wirklich alles genagelt, was ihm vor die Flinte kam. Selbst die hässliche Putze eines Hotels in New York musste er vernaschen und das war für ihn am Ende verdammt teuer. Millionen hat er wegen dieser Schlampe abgedrückt, neben dem Verlust seines Jobs und der französischen Präsidentschaftskandidatur. War es das wert gewesen? Na klar, immerhin hat er für einen kurzen Augenblick eine gewisse Erleichterung erfahren dürfen, bis er wieder geil wurde.

Etwas in Vergessenheit geraten ist der geile Michel Friedmann. Koks und illegale ukrainische Nutten waren für einige Zeit seine Hobbys. Und auch Friedmann liess sich erwischen und war medial weg vom Fenster. Einige Monate nach dieser Enthüllung musste er heiraten, damit wieder Ruhe in sein Privatleben einkehrte. Da bin sogar ich etwas mitfühlend, weil Friedmann seitdem nun täglich immer die gleiche Frau beglücken muss. Zwar ist Loch gleich Loch, aber auf die Nuancen kommt es an. Ich kann das verstehen.

Es ist nun mal so, dass Männer den ganzen Tag ans Ficken denken. Ich habe heute früh ans Ficken gedacht, als ich diesen runden Hintern beim Gassi gehen sah und heute Mittag beim Anblick einer minderbemittelten, aber jungen Trulla mit dicken Möpsen in einem Bistro. Da musste ich mir unweigerlich vorstellen, wie ich das letzte bisschen Verstand aus ihr herausvögle. Männer denken so und ich bin da keine Ausnahme. Der Unterschied besteht nur darin, dass ich es offen zugebe und andere, vielleicht etwas schlauere Männer, darüber schweigen. Wenn Männer aber unter sich sind, dann sprechen sie sehr gerne über geile Frauen. Dem aufmerksamen Leser dürfte nicht entgangen sein, dass das Wort Bildung oder Verstand bei geilen Frauen nicht oder kaum vorkommt. Es ist eben nicht bewiesen, dass kluge Frauen besseren und schmutzigeren Sex versprechen, als Frauen mit schwachem oder begrenztem Denkvermögen. Männern reicht es völlig aus, wenn eine Frau weiss, wann sie ihr Höschen ausziehen soll. Mehr Verstand braucht keine Frau.

Nun geniessen wir Männer erstmal den Sommer. Leicht bekleidete Frauen lassen unsere Fantasie sprühen und wir öffnen dann wie immer erst unsere Geldbörse und dann die Hose. Es ist nur eine Frage des Einsatzes, wann diese Muschi sich auf unseren Schwanz setzen wird. Geld ist Liebe und die ist immer käuflich. Nichts ist umsonst und ein junges geiles Ding ganz sicher nicht. Ist es das wert? Den meisten Männern durchaus.

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