• 18.03.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Mein Lebensberater

bangkok

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Als junger Bauleiter saß ich am Tisch eines Auftraggebers und der alte Herr plauderte auf mich ein. Übrigens mache ich das heute auch so und finde die Geschichten von Älteren immer interessant. Jedenfalls sagte mir damals der Herr Lux, so hieß er und wird heute schon verstorben sein, dass er froh sei bereits alt zu sein. Er kann völlig zufrieden im Sommer auf einer Gartenbank sitzen und den schönen Frauen zuschauen. Wenn er wollte, dann könnte er noch, aber er muss nicht mehr. Das sei ein tolles Gefühl. Ich schaute etwas bedeppert und er redete Klartext. Nichts ist schlimmer als geil zu sein und immer ans Ficken zu denken. Eine echte Weisheit. Ich habe es damals nicht so richtig begriffen, denn Ficken ist doch etwas Schönes. Heute weiß ich, dass Ficken eine lästige Lust ist. Genauer genommen sind das niedere Gelüste.

1993 lernte ich meinen damaligen Oberbauleiter kennen. Er ist heute 78 und seit drei Jahren auf Rente. Bis 75 hat Helmut gearbeitet und das musste er auch. Nach drei Ehen und sechs produzierten Kindern ist seine Rente denkbar gering. Die Hälfte davon ging für die Exweiber drauf. Das ist nichts Ungewöhnliches auf dem Bau, denn engagierte Bauleute sind selten zu Hause.

Helmut hat eine spannende Lebensgeschichte und ist ein Vollprofi. Er hat viel im Ausland an Großprojekten gearbeitet, war internationaler Baurichter und kann seine Wand mit Qualifikationen und Auszeichnungen pflastern. Ein High Performer wie er im Bilderbuch steht, aber auch ein besonderer Typ.

1993 wurde ich auf eine Baustelle als junger Bauleiter geschickt, denn Helmut suchte einen Profi für einen laufenden Umbau, der einfach nur Scheiße lief. Zwei Bauleiter wurden schon entlassen, wobei der Bauherr wie auch der Planer schwierige Leute waren. Jedenfalls lehnte mich Helmut ab, weil ich als Ossi eh eine Pfeife sei und mein Fachwissen nicht ausreichend war. Mein direkter Chef belaberte Helmut und so bekam ich die Chance zu zeigen, was ich konnte. Nach drei Monaten waren Helmut und ich dicke Kumpels. Ich saugte sein Fachwissen auf und gab ordentlich Gas. Nebenbei zogen wir dem Bauherrn die Kohle aus der Tasche und das Projekt lief dann ganz ordentlich.

Helmut und ich hingen jeden Abend zusammen, denn auf Montage waren wir auf uns alleine gestellt. Und Helmut erzählte am liebsten von seinen Projekten aus Bangkok. Damals war mir nicht bewusst, dass Bangkok ein Traum für jeden Mann sein soll und ich habe mir die Fickgeschichten von Helmut jeden Tag anhören müssen. Und seine größte Weisheit an mich war, dass man als Mann niemals eine gute Gelegenheit auslassen sollte. Wenn sich eine Muschi anbietet, dann immer rein damit. Es wäre echt schlimm, im Alter an die vertanen Chancen zu denken. Ich habe seinen Rat befolgt und zuerst die Einkäuferin der Firma vernascht, dann eine Putzfrau im Baucontainer durchgerammelt und später die Freundin der Einkäuferin geschändet. Und zum Schluss nahm ich noch meine Vermieterin vom möblierten Zimmer ran. Helmut und ich sind natürlich regelmäßig in unserem Lieblingsbordell gewesen. Eigentlich konnte ich nicht anders, denn Helmuts Lieblingsthema war das Ficken. Die Begründung: Männer vom Bau sind immer geil.

Heute ist Helmut 78 und man staunt durchaus, dass er in diesem Alter noch einen Harten bekommt. Nach seinen Angaben spritzt der Stängel nicht mehr, aber er steht immer noch wie eine Eins hart im Wind. Eine Stunde am Stück eine Nutte durchnageln ist für ihn kein Problem. Doch keine Nutte will den Helmut ein zweites Mal, denn die gebuchte Zeit wird durchwegs gevögelt. Und jedes Detail erzählt mir Helmut noch heute. In einem zweistündigen Telefonat geht es 1 Stunde und 55 Minuten ums Ficken. Meistens jedenfalls, außer ich habe einige bautechnische oder baurechtliche Fragen. Helmut weiß praktisch alles und heute als Rentner ist er für jede Aufgabe dankbar. Das hält ihn frisch.

Die Unterhaltsflucht habe ich primär von Helmut, denn nach seiner ersten Ehe ist er nach Bagdad geflüchtet. Damals gab es dort noch keinen Krieg und alles war in Ordnung. Seine Exehefrau versuchte ihn zwar im Irak zu pfänden, aber weil der Dinar nicht konvertierbar war, konnte er kein Geld senden und das Pfänden vor Ort ging aus juristischen Gründen nicht. Sieben Jahre hat er dort als Unterhaltspreller gelebt. Seine Ehefrau war mit seinem Anwalt durchgebrannt und beide haben ihn ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Helmut schaffte es, diesem Anwalt seine Lizenz entziehen zu lassen und ihn komplett in den Ruin zu treiben. Nach einigen Jahren des juristischen Kampfes hat die Kriminalpolizei diesen Anwalt von einem Strick abgeschnitten. Er hat sich selbst gerichtet. Kein Job, kein Geld und seine Flamme war auch weg. Helmut war mit diesem Ergebnis nicht unzufrieden.

Helmut hat mir damals beigebracht, dass es immer eine Lösung gibt und manchmal sei es die beste Lösung, den Hasenfuß zu machen. Helmut hat immer mit seinem Schwanz gedacht und über die vielen Jahre extrem viel Geld an Weiber verschwendet. Nun ist seine Rente sehr niedrig und er musste deswegen bis ins hohe Alter arbeiten, aber das störte ihn überhaupt nicht. Im Gegenteil. Er sieht heute noch aus wie 60 und ist topfit. Selbst sein Schwanz funktioniert noch prima. Seine Obergrenze bei den Weibern beträgt 50. Auf Omas hat er keinen Bock. Das ist mehr als verständlich.

Gespräche mit alten und erfahrenen Männern bringen immer etwas. Noch heute berate ich mich manchmal mit Helmut und treffe erst dann meine Entscheidung. Das schützt mich zwar nicht vor Fehlentscheidungen, aber die Gefahr ist recht gering. In Sachen Weibern war und ist Helmut aber kein guter Berater. Da hat er kläglich versagt, wie ich. Aber eines haben wir gemeinsam. Die Exweiber bekommen keine Kohle mehr von uns und das ist eine schöne Entschädigung für den Ärger mit diesen Frauen. Männer vom Bau sind eben die Härtesten. Dazu zählt auch der Schwanz.

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