• 19.02.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Wer verdient wieviel?

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Frauen verdienen weniger als Männer. Das ist ein Fakt, der natürlich stimmt. Allerdings streitet man sich seit Jahren, um wieviel Prozent Frauen weniger verdienen. Sind es nun 23% oder 7% oder gibt es vielleicht gar keinen generellen Unterschied? Die Antwort darauf ist sicherlich nicht so einfach und um es gleich vorneweg zu sagen: Bei Frauen versagt jedes sachliche Argument. In gefragten Berufen wird wegen fehlenden Fachkräften zwangsläufig mehr bezahlt, als beispielsweise in Sozialberufen, wo sich viele um die wenigen meist staatlichen Jobs balgen. Der Staat ist rein monetär gesehen immer der schlechtere Arbeitgeber, aber auch mit großen Vorzügen. Man wird nicht entlassen, es gibt kaum oder keine Überstunden, die später abgebummelt werden müssen und der Urlaub kann stets sorgenfrei genommen werden. Auch wer unzählige Male im Jahr krankfeiert, hat nichts zu befürchten. Der Staat ist eben ein nettes Kerlchen und sehr frauenfreundlich.

Nun haben Frauen die grandiose Idee, dass mit der betrieblichen Offenlegung der Gehälter ihr eigenes Einkommen zwangsläufig steigen wird. In der Baubranche und allen anderen Berufsgruppen, wo Männer den Ton angeben und es kaum weibliche Beschäftigte gibt, wird sich nichts ändern. Wo keine Frau ist, müssen keine Gehälter offengelegt werden. Unternehmer wissen, ohne weibliches Personal lebt es sich ruhiger mit deutlich weniger Problemen. Frauen sind heute mehr oder weniger ein Notnagel, wenn es keine männliche Alternative gibt. Oft gibt es auch diesen weiblichen Notnagel nicht. Und wo Personalmangel herrscht, da müssen Überstunden gemacht werden. Das ist eindeutig eine männliche Domäne. Männer arbeiten länger als Frauen. Ein Hauptgrund, warum Männer mehr verdienen müssen. Wenn Frauen mit weniger Arbeitsstunden das Gleiche wie Männer verdienen, dann werden Männer ihre Arbeitszeit nach unten schrauben. Eine logische Konsequenz aus der geforderten Lohngleichheit. Packt die Dame pünktlich um 17 Uhr ihre Tasche, dann wird das auch ihr Kollege tun.

Auch wenn Betriebe die Gehälter offenlegen müssen, passiert nicht viel. Warum auch? Frauen arbeiten überwiegend in den klassischen Berufen. Im kaufmännischen Bereich stapeln sich die Weiber regelrecht. Buchhaltung, Sekretariat, Kaffeekocherin oder Bauzeichnerin. Innerhalb einer Frauengruppe ist die Offenlegung der Gehälter wahrscheinlich unzulässig. Ebenso wird eine Sekretärin niemals erfahren, wie viel ihr Chef verdient. Außer er nagelt sie zwischendurch.

Gutes Stichwort, denn eine Journalistin hat nun die Nagelprobe gemacht. Sie hat Klage eingereicht, weil sie weniger als die männlichen Angestellten verdient. Sie arbeitet bei einem öffentlich-rechtlichen Sender. Der Haken an der Sache ist jedoch, dass diese Journalistin freie Mitarbeiterin ist. Und freie Mitarbeiter bekommen keine Löhne, sondern Honorare. Die Dame schreibt ihre Rechnungen, die der Auftraggeber bezahlt. Deshalb sind freie Mitarbeiter mit Angestellten überhaupt nicht vergleichbar. Schon von Gesetzes wegen. Der Staat legt hier klare Regeln fest, was ein freier Mitarbeiter ist. Damit soll verhindert werden, dass Unternehmen Sozialabgaben prellen. So darf ein freier Mitarbeiter nicht an internen betrieblichen Besprechungen teilnehmen. Er oder sie muss die Aufgaben auch nicht in bestimmten Arbeitszeiten erledigen und schon gar nicht in der Firma. Alles liegt im Ermessen des freien Mitarbeiters. Wie auch immer. Diese Journalistin hat vor Gericht gnadenlos verloren. Der Richter gab der Dame mit auf dem Weg, dass das Wirtschaftssystem Kapitalismus heißt. Ob diese Journalistin etwas dazu gelernt hat, ist nicht bekannt. Sie will jedoch in Berufung gehen. Das ist sehr positiv für ihren momentanen Auftraggeber, der nun sicherlich viel dazu gelernt hat und die Verträge für freie Mitarbeiter anwaltlich überarbeiten lassen.

Gerade freie Mitarbeiter sind darauf angewiesen, dass ein partnerschaftliches und korrektes Verhältnis gepflegt wird. Wer Konflikte vor Gericht austrägt, wird nicht nur seinen momentanen Auftraggeber verlieren, sondern auch künftige. Die Entscheider in einer Branche kennen sich gut und klagefreudige Mitarbeiter, insbesondere wenn es sich um freiberufliche handelt, werden gnadenlos aussortiert. Auch in diesem Punkt ist die Klage dieser Journalistin bemerkenswert. Sie klatscht ihre Zukunft mit aller Gewalt gegen die Wand.

Mittelständische Betriebe müssen keine Angst haben. Firmen bis 500 Mitarbeitern müssen überhaupt nichts offenlegen. Und das ist die Masse in Deutschland. Die wenigen Konzerne werden dank ihrer zahlreichen Juristen genug Möglichkeiten finden, sich davor zu drücken. Und wenn eine kleine Tussi den Aufstand probt, dann kann es passieren, dass ihre Karriere einen kleinen, aber dauerhaften Knick bekommt. Männer lassen sich ungern die Butter vom Brot kratzen.

In der Baubranche ticken die Uhren sowieso anders. Meine ehemalige und besonders attraktive Praktikantin hätte von einem großen Baukonzern schon jetzt einen Arbeitsvertrag haben können, obwohl sie noch studiert. Sie ziert sich und will noch abwarten. Ich kenne den Niederlassungsleiter ziemlich gut und er würde sich das Häschen gerne jetzt schon sichern. Das gibt ihm Planungssicherheit. Doch Frauen sind eben Prinzessinnen und zieren sich gerne. Vielleicht findet sich noch was Besseres. Wer weiß das schon? Von solchen Konstellationen können Soziologinnen und Co. nur träumen. Auf eine freie Stelle kommen hunderte Bewerberinnen, wogegen in technischen Bereichen der rote Teppich ausgerollt wird. Ein Firmenwagen versteht sich von selbst. So gravierend unterschiedlich können Branchen eben sein.

Und wer als echte technische Fachkraft etwas flexibel ist, der wohnt und arbeitet nicht in den großen Metropolen, sondern in ländlichen Gebieten. Bei fast gleichem Lohn sind die Mieten dort deutlich günstiger und was an der Miete gespart werden kann, das bleibt vom Nettolohn mehr übrig.

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