• 22.02.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

10 Euro sind zu viel

hintern

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Schöne Frauen sind nicht älter als Mitte 20, haben eine straffe beulenfreie Figur und das allgemeine Erscheinungsbild ist umwerfend. So sehen die begehrenswerten Frauen aus. Das Wort Bildung kommt dabei freilich nicht vor, denn die äußere Schönheit ist eben alles.

Ich kenne so einen Knackhintern, wie ich immer so gerne sage. Wir hängen recht oft zusammen und ich haue mich immer weg, wenn ich höre, wie viele Männer sie bei einer Party abfahren lässt. Ein Dutzend und mehr. Das macht ihr Spaß, denn ihr Marktwert wird dadurch bestätigt. Selbst wenn wir bei McDonalds oder in einem Dönerladen sind, wird sie sofort angebaggert, wenn ich nur mal kurz auf Toilette bin. Nun habe ich ein platonisches Verhältnis mit ihr und sehe den Kontakt mit diesem Knaller als Experiment an, aber es ist schon bemerkenswert, dass die Moral völlig verkommen ist. Kaum dreht man sich um, stehen die Hengste parat und wollen an die Muschi.

Ich nenne diesen jungen Hasen anonymisiert Jacky. Nun ist es nicht so, dass ich von Jacky nicht profitieren würde. Bei einer Frau brauche ich einen Mehrwert und wenn dieser nicht vorhanden ist, dann kann sie noch so schön sein, bei mir würde sich da nichts rühren. Nein, den Mehrwert Sex brauche ich nicht. Sex kann ich an jeder Straßenecke bekommen. Freilich gegen Geld oder ich begnüge mich mit Frauen meines Alters. Die kosten deutlich weniger, aber warum ein altes und vertrocknetes Schnitzel essen, wenn es für wenig mehr ein saftiges Steak gibt.

Jacky hilft mir beim Lernen. Das ist eine wichtige Aufgabe, denn im Dezember habe ich eine entscheidende Prüfung, die ich bestehen will und eigentlich auch muss. Alles andere wäre eine klare Niederlage. Mein Plan steht und Jacky steht bereit. Nun ist dieser Knackhintern durchaus gebildet und hat auch den Willen, etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie schwankt zwischen dem Wunsch zu beruflicher Karriere oder mit einem tollen Mann eine Familie zu gründen.

Nun bemerkt Jacky bei sich durch den intensiven Kontakt mit mir viele Veränderungen. Durchsetzungswille, Pflichterfüllung und ein konsequent durchorganisiertes Leben sind nicht schlecht. Das sind berechenbare Größen, die für eine junge Frau durchaus beeindruckend sind. Dabei gibt es aber auch viele Nachteile. Pflichterfüllung bedeutet eben auch, dass ein ausgefülltes Privatleben nur selten möglich ist. Party ohne Ende geht da nicht und wer seinen Beruf mit großer Sorgfalt erledigen will, geht früh ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein.

Jacky findet mittlerweile zielstrebige Männer äußerst spannend, die auch für sie einen Mehrwert bringen und sie meint damit nicht das Geld. Sie hat begriffen, wenn sie mir beim Lernen hilft, dann profitiert auch sie davon. Gemeinsam lernen bedeutet eben, dass beide das gleiche Fachwissen aufnehmen und zudem ist das eine schöne Freizeitbeschäftigung. Sonntags saßen wir über einem großen Haufen Fachbücher und haben viele Fakten zusammengetragen. Dieses autodidaktische Studium mit einem Sparringspartner ist deshalb perfekt, weil das Fachwissen viel besser im Kopf hängen bleibt. Abends haben wir gemeinsam Abendbrot gegessen und ich bemerkte erst später, dass ich den Tisch deckte und abräumte. Manchmal bin ich eben ein Softie.

Ich liebe Frauen, aber in meiner Wohnung brauche ich keine mehr. Das ist mir zu anstrengend. Jacky meinte, dass es bei vielen Dingen doch viel schöner sei, sie gemeinsam zu machen. Ja, das stimmt. Vieles macht zu zweit mehr Spaß, aber nur unter gewissen Voraussetzungen. Und wo finde ich eine Frau, die mit mir gemeinsam lernt oder die gleichen beruflichen Interessen hat? Und wieso sollte ich so eine Frau überhaupt suchen?

Jacky hat dank meiner Geschwätzigkeit viel über Männer gelernt. Männer lügen bei Fragen, ob sie jemals bei Nutten gewesen sind oder wie oft sie masturbieren. Für Jacky ist nun klar, warum Männer sich über einen Kasten Bier und einen Hunderter besonders freuen. Einen Kasten Bier wegsaufen macht Spaß und der Hunderter wird in die nächste Nutte investiert. Ja, so sind Männer. Das war anfangs für sie schockierend.

Wenn eine Frau die Wahrheit über das Wesen der Männer erfährt, dann kann sie es zunächst kaum glauben. Nicht nur Frauen lügen ihrem Partner die Taschen voll. Männer sind davon ebenso nicht weit entfernt. Heute geht es nur noch um Sex und Geld. Der Mann will ficken und das Mäuschen braucht neue Klamotten. So oder so ähnlich ist die heutige Liebesformel.

Wer genau darüber nachdenkt, entdeckt eine völlig andere Formel. Ja, wir brauchen Geld um ein schönes Leben zu führen. Das kann durchaus gemeinsam gehen, wenn Mann und Frau im gemeinsamen Betrieb zu gleichen Teilen arbeiten. Er und sie sind beispielsweise Steuerberater und führen gemeinsam die Kanzlei. Da ist wirklich die fette Kohle drin. Es zeigt aber auch, dass Ehepartner auf der gleichen Ebene agieren müssen. Ein Steuerberater kann mit einer Putze auf Dauer nichts anfangen. Das wäre eine Beziehung auf der Basis Geld gegen Sex, um es auf den Punkt zu bringen. Nur die Putze kann einen echten Mehrwert für sich verbuchen.

Um ein besonders schönes Leben zu führen, ist weder ein Knackarsch wie Jacky, noch eine hässliche Frau nötig. Alleine geht das einfach besser und das Risiko ist minimiert. Wenn beide Partner aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, sind permanente Probleme vorprogrammiert. Es fehlt eben das gegenseitige Verständnis. Da ist ein Leben ohne Frau immer die bessere Variante.

Eine Frau macht nur einen Sinn, wenn die private und die berufliche Ebene exakt gleich sind. Deswegen halten Beziehungen, wie das Beispiel des Steuerberaterehepaares, ziemlich gut. Eine solche Beziehung kann nur scheitern, wenn ein neuer Partner mindestens die gleichen Qualitäten aufweist. Das ist unwahrscheinlich. Nur für besseren Sex wird ein Partner sich kaum trennen. Temporäre Glücksmomente sind schnell vergänglich.

Und so hat Jacky anfangs über mich gelacht, doch heute hat sie nicht nur einen breiteren Blickwinkel, sondern auch völlig neue Ansprüche. Sie achtet nun nicht mehr nur auf das Aussehen eines jungen Hengstes, sondern auch auf die Bildung, den beruflichen Status und wie der potentielle Partner seine berufliche Zukunft plant. Das macht die Auswahl höchstkompliziert. Der kleine Knackarsch wird mittelfristig immer etwas zum Ficken finden. Dafür stehen die Männer Schlange. Sie kann es tun, doch damit würde sie wie ein Flittchen agieren. Möchte sie das wirklich? Nein, wohl kaum. Mitleid habe ich nicht, denn ein junger Knackarsch ist und bleibt eine Prinzessin, die keine Rechnung über 10 Euro selbst begleichen wird. Sie will bespaßt werden. Ständig und immer. Und deswegen freue ich mich auf ihre Zeit in 15 Jahren. Da wird sie eben kein Knackarsch mehr sein und dann ticken die Uhren anders. Jacky glaubt daran noch nicht so recht, aber die Zeit wird kommen.

Mein Mehrwert in Jacky liegt in dem Ziel meine Prüfung zu bestehen. Dafür tue ich alles. Und wenn ich das Zertifikat in den Händen halte, dann wartet im Januar mein ergänzendes Studium an einer Hochschule. Prüfung ist im Februar und im März wartet schon das nächste Highlight. Jacky meint, dass ich völlig Hardcore bin. In allen Belangen. Wie sie das im Einzelnen meint, interessiert mich nicht. Es ist wenigstens eine Frau, die mir hilft und dafür verdient sie meinen Respekt. Natürlich würde ich sie nie ins Bett zerren, denn sie ist zu jung für mich. Ich habe einfach nur Vatergefühle für sie. Als ich ihr das erzählte musste sie herzhaft lachen. Prinzessin bleibt eben Prinzessin.

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