• 15.01.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein erneuter Angriff auf das Männermagazin

zensur

» Artikel vom

Als Herausgeber, Chefredakteur, Jugendschutz- und Frauenbeauftragter habe ich nachstehende Email von dem Verein "Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)" erhalten. Das Männermagazin scheint der FSM nicht zu gefallen. Das muss es schließlich auch nicht. Nun wird versucht, das grundlegende Recht auf Meinungsfreiheit zu beschneiden. Das Männermagazin wird sich dagegen zur Wehr setzen. Es versteht sich von selbst, dass die Verfasserin Claudia Richter als angebliche Vertreterin der Öffentlichkeit, öffentlich gemacht werden darf. Das Antwortschreiben wird von mir in der nächsten Woche selbstverständlich im Männermagazin erscheinen. Anzumerken ist, dass Claudia Richter meinen Namen nicht richtig schreiben kann.

"Sehr geehrte Herr Bräuning,
die FSM-Beschwerdestelle hat über Ihr Angebot unter der URL

http://www.das-maennermagazin.com

eine Beschwerde erhalten, die wir unter der im Betreff genannten Prüfungsnummer führen. Bitte geben Sie bei Rückmeldungen diese Prüfungsnummer an. Vielen Dank!

Informationen über unsere Organisation finden Sie unter http://www.fsm.de. Informationen über den Ablauf des FSM-Beschwerdeverfahrens können Sie unter http://www.fsm.de/ beschwerdestelle/ beschwerdeverfahren abrufen.

Der Beschwerdeführer wirft Ihnen die öffentliche Verbreitung von entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten über die Online-Dienste vor.

Ich habe Ihre Website im Rahmen meiner Vorprüfung in Augenschein genommen und dabei festgestellt, dass Sie entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte ohne entsprechende Schutzvorkehrungen anbieten.

Unter anderem sind Angebote geeignet, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, wenn durch frauenfeindliche Inhalte ein Rollenbild gezeichnet wird, das dem Erziehungsziel, die Fähigkeit zum respektvollen Umgang mit anderen Menschen und die Anerkennung der Gleichberechtigung von Mann und Frau zu vermitteln, zuwiderläuft (vgl. VG Hannover, Urt. v. 6.2.2007, Az. 7 A 5469/06). Beispielhaft widerstreben die folgende von Ihnen verbreiteten Inhalte diesem Erziehungsziel:

1.) In Ihrem Artikel "Unterhalt für Exehefrauen sind Konsumausgaben“ verbreiten Sie:

„Auch Frauen leben in der Leistungsgesellschaft, aber sie sind nicht die Leistungsträger, sondern haben die Fähigkeit Leistungen in Anspruch zu nehmen. In der Regel ohne Gegenleistung. […] Frauen sind keine Selbstversorger und wenn sie es doch schaffen, dann auf sehr niedrigem Niveau. Sie bekommen ihre Miete bezahlt und für den wöchentlichen Friseur langt es vielleicht auch, aber eine nette Urlaubsreise ist schon nicht mehr drin. Dann sitzen die meisten Frauen einsam auf ihrem Balkon mit ihrem abgerissenen Kätzchen. Erst durch einen Mann werden Frauen sozial und finanziell aufgewertet. Nur so können sie ihren Konsumdrang befriedigen und dank Unterhalt oft viele Jahre über das Ende der Beziehung hinaus, bis der Mann unter der finanziellen Belastung irgendwann zusammenbricht. Dann rutschen Frau und Mann gemeinsam in die Armut. Die Frau kann nicht arbeiten gehen, weil sie zu lange ohne Job oder schlichtweg zu blöd und zu faul ist, und der Mann will nicht mehr, weil er von den Unterhaltszahlungen die Schnauze voll hat. Warum Geld für etwas ausgeben, wofür es weder Gegenleistung noch Dank gibt.“

2.) Sie betiteln Frauen in verschiedenen Artikeln als "Thekenschlampen", "Geldnutten", "Dorfmatratze" und "Fickfetzen“.

3.) In Ihrem Blogbeitrag „Nur durch Frauen sind Männer leistungsfähig“ äußern Sie:

„Nun sind selbst junge Frauen komplette Versagerinnen.“ […] Frauen haben es einfach nicht drauf. Statt auf Bildung oder Karriere konzentrieren sie sich darauf, eines Tages einen Zahlmeister abzubekommen. […] Frauen jammern immer lauter, doch die Politik ist machtlos. Kein Politiker traut sich, den Frauen die Wahrheit zu sagen. Niemand sagt ihnen, dass sie deshalb wenig verdienen, weil sie eben wenig leisten. Für geile Titten und eine enge Muschi gibt es nicht mehr Lohn, außer sie arbeitet als Nutte.“

4.) In Dem Artikel unter der Überschrift „Bei der Liebe geht es um die geile Muschi“ verbreiten Sie weiter:

„Die Frage, was Männer suchen, ist leicht zu beantworten: Eine loyale, intelligente und gutaussehende Frau mit einen traumhaft schönen Körper. Letzteres bewerten Männer nach unterschiedlichsten Kriterien. Manche mögen es etwas fester, andere lieben den Hungerhaken und einige wenige die Fette mit dem Gesicht eines Sumo-Ringers. Aber alle Männer legen großen Wert auf eine geile Muschi. Ja, die Muschi ist wie ein Gesicht und das Aussehen für einen Mann enorm wichtig. Eine Frau kann noch so gut aussehen, wenn jedoch das Aussehen der Muschi nicht ansprechend ist, bringt das nichts. Ohne die männliche Geilheit hält keine Beziehung. Deswegen ist es sehr wichtig, dass die vermeintliche Liebe unverzüglich ausgezogen und gecheckt wird.

Viele Männer vergessen vor lauter Lust und Liebe, dass fast jede Frau bereits einige Dutzend Schwänze durch ihre Muschi durchgezogen hat. Von Exklusivität kann sicherlich keine Rede sein. Nun mag man sich darüber streiten, ob diese Frauen Schlampen sind, aber zumindest dürfen sie getrost als Fickfetzen bezeichnet werden. Beim Kennenlernen zieren sich Frauen, den Hengst einlochen zu lassen und wollen damit suggerieren, dass halt nicht jeder an die Dose darf, obwohl das mehr oder weniger der Fall ist. Frauen versuchen ihren Körper stets als exklusive Ware zu verkaufen und das möglichst teuer.“

Diese Zitate belegen beispielhaft, dass die von Ihnen verbreiteten Inhalte einem Verständnis gleichberechtigter Rollenverteilung von Mann und Frau in Arbeitswelt und Gesellschaft zuwiderlaufen und damit dem Erziehungsauftrag nicht gerecht werden. Die Inhalte sind daher nach unserer Einschätzung für Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren entwicklungsbeeinträchtigend i.S.d. § 5 Abs. 1 JMStV. Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe verfügen noch nicht über ein derart gefestigtes Rollenbild, das von der Wahrunehmung Ihrer Artikel unbeeinflusst bliebe. Es besteht daher die Gefahr, dass unter 16-Jährige Ihre Ansichten über die Rollenverteilung von Männern und Frauen in unserer Gesellschaft unreflektiert übernehmen und als richtig anerkennen.

Bei unserer Einschätzung haben wir insbesondere auch berücksichtigt, dass Ihre Artikel unter den verfassungsrechtlich garantierten Grundsatz der Meinungsfreiheit gem. Art. 5 Abs. 1 Grundgesetz (GG) fallen können. Die Meinungsfreiheit findet jedoch gem. Art. 5 Abs. 2 GG ihre Schranken unter anderem in den Bestimmungen zum Jugendschutz, der ebenfalls Verfassungsrang genießt. Eine Abwägung der beiden Grundrechte in diesem konkreten Einzelfall hat ergeben, dass der Jugendschutz hier als höheres Gut überwiegt und die Meinungsfreiheit deshalb zurücktreten muss.

Bei der Verbreitung von für Minderjährige entwicklungsbeeinträchtigenden Angeboten hat der Anbieter gem. § 5 Abs. 1 JMStV dafür Sorge zu tragen, dass Kinder oder Jugendliche der betroffenen Altersstufe die Inhalte üblicherweise nicht wahrnehmen. Eine im Sinne des § 5 Abs. 3 JMStV geeignete Schutzvorkehrung wäre etwa eine Altersklassifizierung Ihres Blogs, sodass eine Filterung des Blogs durch entsprechende Jugendschutzprogramme möglich ist. Hierzu können Sie eine age-de.xml Datei mit der entsprechenden Altersstufe im document-root (Hauptverzeichnis) Ihrer Seite hinterlegen. Mehr hierzu erfahren Sie unter https://www.altersklassifizierung.de/

Wir geben Ihnen Gelegenheit, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen und den Sachverhalt aufzuklären oder der Beschwerde abzuhelfen, indem Sie das Angebot abändern. Für beides habe ich mir eine Frist bis zum 23.07.2014 notiert. Sollten Sie das Angebot innerhalb dieser Frist nicht entsprechend abändern, werde ich die Beschwerde, ggf. unter Beifügung Ihrer Stellungnahme, dem Beschwerdeausschuss der FSM zur Entscheidung vorlegen oder an die zuständige Landesmedienanstalt als Aufsichtsbehörde weiterleiten.

Die Landesmedienanstalt wird den Fall erneut bewerten. Soweit die Landesmedienanstalt Verstöße gegen den JMStV feststellt, kann sie diese als Ordnungswidrigkeiten gemäß § 24 JMStV mit Geldbußen von bis zu 500.000 Euro ahnden.

Mit freundlichen Grüßen

Claudia Richter

Beauftragte der FSM-Beschwerdestelle

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
Geschäftsstelle
Beuthstr. 6
10117 Berlin
Tel.: 030 240484-30
Fax: 030 240484-59
E-Mail: hotline@fsm.de
Vereinsregisternummer beim AG Berlin Charlottenburg: VR 20264 Nz"

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