• 27.02.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Nein, ich lese nicht das Männermagazin

leutnantdino

» Artikel vom

Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Ein Kripobeamter, der vor einigen Monaten in meiner Wohnung saß, tönte so. Männermagazin? Was ist das denn? Nach einer Stunde Smalltalk plauderte er dann plötzlich über einen Artikel, natürlich aus dem Männermagazin. Köstlich. Ich war aber zu höflich, um ihm einen Seitenhieb zu verteilen. Mir reicht es, wenn auch Polizisten dieses einmalige Onlineangebot inhalieren.

Letztens saß ich in München im Augustiner am Dom. Es war eine Geschäftsbesprechung. Die einzige Frau in der Runde erzählte mir, dass sie nun nochmal studiert und in ihre Weiterbildung investieren will. Freilich mit Prüfung und einem hochwertigen Abschluss, der ihr in Zukunft gutes Geld einbringen wird. Dabei schmunzelte sie. Nein, das Männermagazin liest sie nicht, obwohl sie es kennt. Ja, klar. Auffällig war, dass sie mir ausgiebig darüber berichtete, welch ein Unikat sie als Frau mit dieser Qualifikation sein wird. Ich legte mein charmantes Lächeln auf und lobte sie ausgiebig. Ihre Augen strahlten und ihr Ehemann duldete mein Flirtverhalten. Ich bin eben doch über 20 Jahre älter als die beiden. Keine Konkurrenz für einen Mann, der einen Porsche cash zahlen könnte, wenn er wollte. Er hat kein Auto und geht lieber zu Fuß.

Das Männermagazin ist nicht nur ein Blog mit wöchentlich zwei bis drei Artikeln. Es ist geballte Lebensberatung, aber nicht mit dem Zeigefinger. Es zeigt viele Möglichkeiten auf, erfolgreich durchs Leben zu kommen. Männer haben einen echten Nutzen, sobald sie bei den Frauen auf die im Männermagazin beschriebenen kleinen Nuancen achten. Sie entwickeln dabei sehr feine Antennen und erkennen das wahre Wesen einer Frau viel schneller. Obendrein gibt es echte Tipps, wie Lebenskrisen bewältigt werden können. Dabei geht es vor allem um die eigene Motivation, denn es gibt kein allgemein gültiges Standardvorgehen. Eigene Kreativität und Aktivität sind gefragt. Entscheidungen müssen am Ende immer eigenverantwortlich getroffen werden. Das ist deshalb wertvoll, weil nur eigene Entscheidungen auf Dauer tragfähig sind.

Männer, die von Sozialleistungen leben, sind fremdbestimmt. Das nennt man komplette Handlungsunfähigkeit. Wer das zulässt, darf sich nicht beschweren und diejenigen, die sich beschweren, können ihre Situation jederzeit selbst ändern. Wer jammert, hat verloren. Natürlich sind dann immer andere an der eigenen Misere schuld. Man muss sich selbst helfen, das System vermag niemand zu ändern.

Nein, ich will nicht über das politische System philosophieren. Erstens bringt das nichts und zweitens verbauen solche Gedanken den Blick auf die eigene Zukunft. Mir hat die junge Frau im Augustiner gut gefallen. Sie hat das Männermagazin gelesen und darüber nachgedacht. Sie konnte nicht anders, denn die meisten Artikel sind unter einigen psychologischen Aspekten geschrieben. Die Texte gehen ins Hirn und schwirren da jeden Tag herum. Was will ich erreichen und was kann ich dafür tun? Dabei geht erstens immer ums Geld und zweitens um die eigene Zukunft. Nur wer auf der Höhe der Zeit ist, steht in der ersten Reihe. Langjährige Berufserfahrung haben viele, aber wer verfügt zudem nachweislich über umfassendes aktuelles Wissen? Nicht viele und das ist der Ansatzpunkt. Immer am Ball zu bleiben kann die Devise nur lauten. Erstaunlich, dass eine junge Dame meine Ratschläge annimmt.

Bei der Beurteilung der eigenen beruflichen Karriere kommt es häufig zu Fehleinschätzungen. Manche glauben, etwas erreicht zu haben, wenn sie in der Hierarchie aufgestiegen sind. Das ist dann ein Irrglaube, wenn man nicht selbst der Macher ist, sondern lediglich Anweisungen ausgeführt hat. Ist der Macher weg, dann beginnt das Drama und der Abstieg beginnt. Der Fehler liegt darin, die eigenen Fähigkeiten völlig falsch einzuschätzen. Im Schatten eines erfolgreichen Machers lässt es sich prima leben. Wird man aber für den Erfolg selbst verantwortlich, dann ticken die Uhren völlig anders. Auf den ausbleibenden Erfolg folgt der harte Aufschlag am unteren Ende der Karriereleiter.

Es gibt nur einen Schlüssel zum Erfolg. Das ist ein Plan. Wo stehe ich und was kann ich tun, um besser zu werden. Dabei ist der Schwerpunkt immer auf die eigene Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit zu legen. Heute ist man noch obenauf und morgen fällt man bereits in Ungnade. Im Job ist das normal. Wer in so einer Krise auf eine Frau setzt, hat voll die Arschkarte gezogen. Frauen springen gemütlich vom fahrenden Zug, sobald sie den Eindruck haben, dass es abwärts geht. Vielleicht machen Frauen das nicht mit Absicht, aber sie tun es. Ohne Frau ist jede Krise leichter und schneller zu bewältigen.

Das klingt alles logisch und leichtfüßig, aber so einfach ist das sicherlich nicht. Deshalb braucht man in der Krise einen vertrauensvollen Berater, der nicht Teil des Problems ist. Es geht nicht darum, dass der Berater einem sagt, was zu tun ist. Es geht um die externe Beurteilung des Problems und bereits ausformulierter möglicher Lösungswege. Entscheiden muss man selbst. Blöd ist es, wenn der Berater nichts in der Rübe hat oder gar weiblich ist. Dann ist alles verloren. Berater müssen männlich und erfolgreich sein, in Kohle schwimmen und selbst hart arbeiten.

Ein richtig guter Berater ist wertvoller als jede Frau. Mit den tollen Ratschlägen von Frauen fliegt man fast immer auf die Fresse. Alles läuft gegen die Wand und spätestens dann ist die Frau weg. Beschissener kann es wirklich nicht laufen.

Fazit: Mit einem ausgeklügelten Fünfjahresplan ist der Erfolg garantiert. Die DDR hat mit diesem System immerhin 40 Jahre überleben können. Ich wäre dann 90 Jahre alt. Mein zertifizierter Wahrsager gibt mir lediglich 84 Jahre. Das passt!

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