• 22.02.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Ein Opa sagt die Wahrheit

lada

» Artikel vom

Letzten Samstag habe ich meinen DDR Wohnwagen vom Typ Qek mit meinem Lada zum Waschplatz gezogen. Abkoppeln musste ich nicht, weil der Waschplatz ausreichend groß ist. Kleingeld habe ich immer genug dabei, weil ich für die Wäsche der beiden Oldtimer mindestens 14 Euro benötige. Aber dann blitzen beide Fahrzeuge wie neu.

Ich warf die ersten zwei Euro in den Automaten und schon kam ein Opa angeflitzt mit der Frage, ob ich seine Fußmatten abspritzen würde. Mann, was bist Du geizig, sagte ich zu ihm. Er lachte, legte die Fußmatten aus und ich spritzte sie fix sauber. Er sah meinen alten Qek und meinte, dass er schön sei. Ja, sagte ich, wie eine 70jährige Frau, wenn man sie ebenso ausgiebig pflegt. Und da meinte der Opa doch glatt, dass seine Alte schon seit Jahrzehnten hässlich wie die Nacht aussieht. Ich konnte die Wasserspritze vor Lachen kaum noch halten. Der Opa war ja wohl hart drauf. Aber das Essen schmeckt ihm bei seiner Frau immer sehr gut und die Wäsche liegt stets gut sortiert und sauber im Schrank. Bei diesem Service, so der Opa, wäre man blöd, seine Frau auszutauschen. Stimmt, denn Loch ist Loch. Nun musste sich der Opa an der Wand festhalten, damit er nicht umkippt. Er wischte sich die Lachtränen aus den Augen.

Ja, die Weiber. Mein Bekannter Sergej, ein Deutschrusse, geschieden, zwei Kinder, immer pleite, hat seine letzte Freundin zum Teufel geschickt. Sie ist alleinerziehend mit drei Kindern. Das konnte sich Sergej auf Dauer nicht leisten. Nun sah seine Exfreundin nicht besonders aus, aber nach jedem Streit wurde zur Versöhnung gehackt wie der Teufel. Das war so laut, dass sich die Nachbarn beschwerten. Gut, diese Alte ist Geschichte. Nun sah ich Sergej wieder. An der Hand eine neue Flamme. Das Aussehen ganz passabel, aber der Bauch und die Möpse schon ziemlich schlaff. Und weil ich immer neugierig bin, sprach ich die Muschi gleich an. Sie verstand nicht ein Wort Deutsch. Aha, ein Importgeschäft. Sergej hat diesen Hasen aus einem sibirischen Dorf einfliegen lassen. Und da verwundert es schon, dass sie nach Sergejs Angaben weder kochen kann, noch guten Sex bietet. Das ist schon geil, wenn wir über eine Frau sprechen, die direkt daneben steht.

Einen Vorteil hat sie doch. Nach dem morgendlichen Stich geht sie mit seinem Hund ausgiebig Gassi. Das ist wenigstens etwas. Keine Ahnung, wie die russische Dame heißt, aber langsam wird mein Russisch besser. Wenn wir uns mal treffen und das war an diesem Wochenende recht häufig, dann halten wir einen kleinen Plausch. Sie ist sich sicher, dass keine normale russische Frau in meinen Lada 2104 einsteigen würde. Diese Zeiten sind vorbei. Ja, sagte ich. Da unterscheidet sich die russische Frau nicht von einem deutschen Miststück. Und obendrein kosten Frauen, egal aus welchem Land, jede Menge Geld. Wahrscheinlich wollte sie ihre Freundin anpreisen, aber ich sagte ihr vorher schon, dass ich extrem geizig bin.

Nun wird Sergej das sibirische Mäuschen abschießen. Auch sie ist teuer. Deutschkurs, kein Job, das sind schon zu viele unlösbare Probleme. Und nur fürs Vögeln? Nein, das lohnt sich nicht. Sergej wird sie noch einige Wochen durchziehen und dann geht der Flieger heimwärts. Weg damit. Unterm Strich kommt ihn das recht teuer. Die Flugkosten zuzüglich dem Plunder, den Frauen immer brauchen und kaufen müssen.

Ein Lada blockiert in der Tat alles. Ich kenne einen Ladafreund, der von seiner Frau die gelbe Karte bekommen hat. Entweder er verkauft den Lada oder er kauft für sie ein neues Auto. Sie wolle sich nicht mehr beim Einkaufen mit dem Lada blamieren. Eine ziemlich starke Ansprache. Nein, die Frau spricht nicht davon, dass sie von ihrem Geld ein neues Auto kaufen will und vielleicht um einen Zuschuss bittet, weil ihr Geld nicht ausreicht. Weit gefehlt. Sie erwartet einfach ein neues Auto und fertig. Ein Lada wird natürlich nicht verkauft und so musste er in den sauren Apfel beißen und der Alten eine neue Karre hinstellen, nur um seinen Frieden zu haben. So einfach machen sich das die Frauen. Sie fordern ohne Ende, aber haben selbst nichts auf der Naht.

Jede Frau hat ihren Preis. Die Hartz IV Tante möchte gerne mal ein Steak essen und eine Managerin in einer Edelbude den feinen Hummer verputzen. Frauen kosten immer Geld, egal in welcher sozialen Schicht sie sich bewegen. Dabei stehen Aufwand und Nutzen niemals in einem wirtschaftlichen Verhältnis. Selbst die hässlichen Frauen haben einen umfangreichen Forderungskatalog. Ich entziehe mich diesen Forderungen und reagiere meist nicht auf eine Anmache.

Ich wundere mich immer wieder, dass ich mich rund um mein Kuhkaff vor Komplimenten kaum retten kann. Im Norma sagte die kräftige Frau an der Fleischtheke, dass ich eine tolle Brille hätte und sie mich nur selten sieht. Klar, sagte ich, weil ich eigentlich nur zum Metzger gehe, aber heute meine Zeit etwas knapp ist. Und weg war ich. Ich weiß zwar, dass in Oberfranken Männer echte Mangelware sind, aber bei diesen Frauen wundert mich das nicht wirklich. Die sehen schön gesund und rund aus.

Nun ist es nicht so, dass mir keine Frau gefallen würde. Ich habe letztens mit einem attraktiven Exemplar ein Käffchen geschlürft. Wir klopften uns gegenseitig ab und ich stellte große Differenzen fest. Sie mag Wochenendtouren in schönen Hotels, gerne auch im Ausland und ich stehe als Prolet erster Klasse und selbsternannter Edel-Ossi auf vulgäres Camping. Fast wäre mir rausgerutscht, dass Vögeln auf einem Campingplatz der Knaller ist. Hat durchaus etwas von einem Bordell. Dann legte ich mit meinem Lada nach und sie war enttäuscht. Ich auch. Aber sie hatte ausgezeichnete Manieren. Wir verabschiedeten uns sang und klanglos. Schade, aber teuer darf eine Frau bei mir nicht sein.

Danach erinnerte ich mich an meine letzte Freundin. Dicke Kottelets mit Spargel oder Blumenkohl. Was konnte die kochen und den Qek mochte sie auch. Manchmal wäre es gut, sich eine Frau basteln zu können.

Ich opfere meine Zeit sehr selten für eine Frau. Nur wenn es keinen großen Aufwand macht, flirte ich durchaus. Aber das mache ich an sich nur, um zu testen, ob ich landen könnte. Ab einer gewissen Preisklasse steige ich jedoch sofort aus. Warum 500,- € investieren, um die Dame ins Bett zu kriegen? Es bleibt ja nicht bei diesen 500 € für tolle und interessante Bespassungsabende auf dem Weg zum ersten Stich. Die Kostenuhr dreht sich danach kräftig weiter. Nein, danke. Sein sauer verdientes Geld muss ein Mann für sich ausgeben.






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