• 22.02.2017

Das Männermagazin

Leutnant Dino kommentiert

Frau sein wird zum Beruf

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In regelmäßigen Intervallen, so auch jetzt wieder, kommen die elenden Jammertiraden der Frauen in den Medien. Das alte Lied „Frauen verdienen 23% weniger als Männer“ wird seit vielen Jahren unermüdlich gesungen. Niemand mag es mehr hören und alle wissen, dass diese Behauptung falsch ist. Die Prozentzahl wird linear ohne Berücksichtigung von Arbeitszeit, Qualifikation, Dauer der Beschäftigung, usw. ermittelt. Die Liste der sachlichen Widerlegungen ist lang. Werden diese wichtigen Faktoren berücksichtigt, dann verdienen Frauen sogar etwas mehr als Männer. Dass diese Tatsache weder gehört, geschweige denn von der Politik wahrgenommen wird, hat seinen Grund. Generell gilt der gesellschaftliche und politische Grundsatz, dass Frauen immer und überall benachteiligt sind.

Zum mageren Lohn gesellen sich nun die mageren Rentenzahlungen für Frauen. Auch hier sollen Frauen benachteiligt sein, die Bemessung ihrer Rente sei ungerecht. Zeiten, in denen Frauen Kinder austragen und sich liebevoll um den Nachwuchs kümmern, würden zu wenig für die Rente berücksichtigt. Auch hier finden sachliche Argumente kein Gehör. Eine schlecht ausgebildete oder stinkfaule Frau, die nur ein geringes Einkommen generieren kann, hat freilich einen geringen Rentenanspruch.

Interessant bei einer Rentenberechnung sind die Fakten. In meinem Fall habe ich bis zum 40. Lebensjahr sehr gut verdient und ab diesem Zeitpunkt, nämlich mit Beginn meiner traumatisierenden Unterhaltspflicht, erreiche ich nur noch den Mindestlohn. Und trotzdem beträgt meine voraussichtliche Rente, ohne Verzinsung und möglichen Erhöhungen, mehr als 1.000,- €. Das liegt ungefähr zwischen Pfändungsfreibetrag und Sozialhilfesatz. An meinem Beispiel wird klar, dass eine längere Auszeit zwar Auswirkungen auf die Höhe der Rente hat, aber zum Sozialfall werde ich nicht. Pikant ist in meinem Fall, dass der Versorgungsausgleich mit monatlich rund 200,- € an meine erste Ehefrau bereits berücksichtigt ist.

Die Ursache einer mageren Rente liegt nicht an der Auszeit durch Kinder, sondern an einem geringeren Verdienst. Und Frauen ergreifen nach wie vor die typischen weniger gut bezahlten Frauenberufe. Doch was vor Jahrzehnten keine Rolle spielte, wird heute zu einem ernsthaften Problem, weil die Versorgung durch die Ehe nicht mehr gesichert ist. Zum einen heiraten Männer weniger und zum anderen kündigen Frauen die Ehe öfter auf. Auf den ausgeurteilten monatlichen Unterhalt kann sich keine Frau verlassen, weil sich immer mehr Männer der Unterhaltspflicht entziehen, freilich ohne ernsthafte Konsequenzen fürchten zu müssen.

Deshalb versuchen Frauen nun wieder verstärkt, ihre finanziellen Löcher vom Staat stopfen zu lassen. Ihr Lohn ist zu gering, um später ordentliche Rentenzahlungen zu bewirken. Während sie vor der Rente vom Sozialstaat meist noch recht gut leben können, sieht es mit dem Eintritt in die Rente düster aus. Deshalb wollen Frauen hier Veränderungen zu ihrem Vorteil.

Wenn der Staat tatsächlich auf dieses Pferd springen sollte, dann entsteht der neue Beruf „Alleinerziehend“. Die Produktion von Kindern reicht dann völlig aus, um lückenlos für den Rest des Lebens versorgt zu sein. Das ist zwar kaum vorstellbar, aber die Macht von drei Millionen Alleinerziehenden ist nicht zu unterschätzen. Der Staat könnte sich diesen Luxus momentan vielleicht leisten, aber fünf oder sieben Millionen Alleinerziehende kann auch ein reiches Land wie Deutschland kaum mehr stemmen.

Obwohl Männer häufig schlechter als Frauen dran sind, ertragen sie ihr Schicksal viel souveräner. Ein junger Mann hat zum Ende seines Studiums dank BAföG bereits einige tausend Euro Schulden auf der Uhr, die wieder zurückgezahlt werden müssen. Hat er das geschafft, dann steht meist die Familiengründung auf der Agenda. Ehefrau und Kinder sind teuer und dann kommt mit 45 die Scheidung. Also im Grunde nichts Neues, denn das Abzahlen von Schulden kennt der Mann bereits seit seinem Studium. Der einzige Unterschied ist, dass Unterhaltsschulden unbefristet und ruinös sind. Der einst erfolgreiche junge Mann mutiert zu einem Schuldner, der eines Tages wegen dieser Last zusammenbrechen wird. Hier geht es nicht um die Frage, ob es passieren wird, sondern nur wann. Zwar gibt es immer noch viele Optimisten, die an ein faires Rechtssystem glauben, aber sie verwechseln Recht mit Gerechtigkeit. Kein Mann packt es auf Dauer, den Unterhalt und die Kosten für zwei Haushalte zu tragen. Diese bittere Erkenntnis kommt meist Jahre zu spät.

Frauen wollen jeden gnadenlos ausnehmen, den Staat und die Männer. So einfach wird es dennoch nicht werden. Der Sozialstaat ist jetzt schon überstrapaziert und ein Mann kann lesen und handeln, wenn er es denn will. Und so verwundert es nicht, dass 70% der Alleinerziehenden keinen Unterhalt bekommen.

Doch selbst wenn ein Mann es wirklich schaffen sollte, all diese Klippen zu umschiffen, dann kommt die Unterhaltspflicht durch die Hintertür, nämlich für die Eltern, die sich ihr Pflegeheim nicht leisten können. Auch da greift der Staat gnadenlos zu und zwingt die Nachkommen der Pflegebedürftigen zur Kasse. Ja, den Mann erwischt es immer, aber fast jedes Zahldesaster ist vorhersehbar. Auch wenn das Zeitfenster schmal sein sollte, es bleibt stets ausreichend Zeit, um zu handeln. Wer es nicht tut, der soll jammern und ein braver Zahler sein. Diese Männer wird es immer geben. Die Foren sind übervoll mit solchen Jammerlappen. Immer sind andere schuld, aber sie selbst sind unfähig zu Veränderungen. Jeder schmiedet sich sein Glück selbst. Jammern oder Handeln ist die Kernformel im Leben.

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